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Statt wertwollem Gewinn 6000 Euro verloren

veröffentlicht am 13.04.2011 um 12:51 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (tis). Die Aussicht auf einen vermeintlich großen Gewinn ließ einen 73-jährigen Hamelner leichtsinnig werden. Doch statt einen hochwertigen Pkw zu bekommen, hat der Rentner zunächst knapp 6000 Euro aus eigener Tasche bezahlt und wurde das Opfer eines sogenannten „Vorausleistungsbetruges“. Denn auf den tollen Wagen wartet der Hamelner noch heute.

Den Senior wurde nach Polizeiangaben durch eine geschickte Gesprächsführung Ende März 2011 der Gewinn eines hochwertigen Pkw durch ein Preisausschreiben suggeriert. Doch bevor der Preis ausgehändigt werden konnte, musste der 73-Jährige insgesamt fünf Überweisungen mit rund 5500 Euro tätig. Das machten dem Hamelner die unbekannten Betrüger glaubhaft. So machte man dem „glücklichen Gewinner“ glaubhaft, dass der Pkw erst aus der Türkei importiert werden muss und somit an die türkischen Behörden eine Gebühr von rund 700 Euro fällig würde. „In den folgenden Tagen erfolgten weitere Telefonate, in denen der Betrüger die Begleichung weiterer angeblicher Kosten vor Aushändigung des Gewinnes forderte“, erklärt Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki. Auf die nunmehr sechste Forderung ging der 73-Jährigen nicht mehr ein, verlangte vielmehr sein Geld zurück. Doch weder gab es den Gewinn noch das Geld zurück, worauf der Senior Anzeige erstattete und das Kommissariat für Betrugsdelikte Ermittlungen wegen Vorausleistungsbetruges aufnahm.

Die Polizei rät zur Vorsicht bei derartigen Versprechungen, wo nicht nur der große Gewinn, sondern oft auch das schnelle Geld oder der beste Job lockt. Hinter den verlockenden Angeboten steckt meist ein sogenanntes Scamming. „Der Weg zum ersehnten Glück führt hier nämlich immer über eine Vorauszahlung an die Betrüger“, betont Schedlitzki. Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Bei unglaublichen Angeboten sollte man misstrauisch sein und nie auf derartige Anrufe, Schreiben oder E-Mails antworten oder Kontakte zum Anrufer aufnehmen. Unter keinen Umständen sollten Daten, wie Bankverbindungen, Persönliche Identifikationsnummer (PIN), Geheimzahlen oder andere persönliche Daten, weitergeben werden. In Zweifelsfällen und bei bereits eingetretener Schädigung durch einen Vorausleistungsbetrug sollten sich die Betroffenen sofort an die Polizei wenden.



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