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„Für Sie“ zieht in die alte Dewezet-Rotation an der Baustraße ein / Eröffnung ist für Juni geplant

Statt Druckmaschinen drehen sich die Tänzer

Hameln. Die Handwerker geben sich die (nicht mehr vorhandene) Klinke in die Hand: Dachdecker, Trockenbauer, Elektriker sind seit Monaten die einzigen, die Leben in die alte Rotation bringen. Und jeder weiß, was er zu tun hat. Die Handgriffe sitzen, auch ohne viele Worte. Das Gebäude, in der einst die großen Druckmaschinen die tägliche Dewezet ausspuckten und das später an die Telekom verkauft wurde (die es Jahre, wenn nicht Jahrzehnte verkommen ließ), wird auf Vordermann gebracht. Und spätestens in vier Monaten sollen hier die Hamelner erste Tanzschritte einüben. Denn dann, so die Planung, öffnet im Zentrum der Stadt die dann völlig neue Tanzschule „Für Sie“.

veröffentlicht am 17.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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„Fast so etwas wie ein Lottogewinn“ so nennt Betreiber André Arras die Tatsache, dass er das Gebäude vom Investor Hans-Peter Othmer mieten konnte. Der Kontakt zu dessen Sohn Matthias war auf einer privaten Feier zustande gekommen und mündete schnell in den Vorschlag, doch von der Meißelstraße, dem bisherigen Domizil von „Für Sie“, in die Stadt umzuziehen. „Toll“, findet der 43-Jährige, denn sein Betrieb in der Nordstadt, im September 1985 eröffnet, war in der Vergangenheit stetig gewachsen, Erweiterungsmöglichkeiten gab es nicht mehr.

Also Baustraße. Und was die Handwerker vom Reißbrett in die Realität umsetzen, kann sich in der Tat sehen lassen. Im Rahmen eines flexiblen Raumkonzepts entstehen zurzeit insgesamt vier Tanzsäle, selbstverständlich klimatisiert, so dass der Betrieb auch an heißen Sommertagen ungehindert weiterlaufen kann. Drei davon liegen im Erdgeschoss und haben dank der bodentiefen Fenster Tageslicht. Diese Glasfront zur Baustraße existierte bereits, wurde allerdings mit modernsten Fenstern ausgestattet. Auch nicht ganz unwichtig: der äußere Eindruck. „Herr Othmer hat in den Charme des Gebäudes investiert“, sagt Arras mit Blick auf die Erhaltung der roten Sandsteinfassade, die nach Beendigung der Bauarbeiten noch einmal gewaschen werden soll.

Ebenfalls im 3,70 Meter hohen Erdgeschoss: ein Bistro mit angrenzender, zum großen Teil überdachter Terrasse – „so müssen auch die Raucher nicht im Regen stehen“. Das Bistro, für das Arras noch einen Namen sucht, wird öffentlich sein und einen gastronomischen Tagesbetrieb anbieten; der Zugang erfolgt von der Einfahrt zum großen Parkplatz aus. Apropos Parkplatz: Genau 106 Stellplätze kann Arras dann anbieten, und die sind, nachdem neu gepflastert worden ist, ebenfalls öffentlich und werden durch ein Tarifsystem bewirtschaftet.

Von außen nicht sichtbar und vermutlich nur wenigen Hamelnern bekannt ist das Tiefgeschoss mit einer Deckenhöhe von fünf Metern, die auf drei Meter abgehängt werden sollen. Hier gibt es einen weiteren Tanzsaal, außerdem Sanitäreinrichtungen, Umkleiden, Personalräume, eine große Garderobe und viel Platz zum Lagern des Materials wie Stühle oder Deko. Und wenn alles weiter so läuft wie bisher, dann drehen sich ab Juni in der Rotation statt der früheren Zeitungsrollen die Tanzpaare. Aber auch Nichttänzern steht die alte Rotation – dieser Name hat sich in Hameln eingeprägt – später offen: „Wir vergeben das Gebäude an Samstagen auch für private Feiern“, verspricht Arras.

„Hier gibt es viel Tageslicht“ – André

Arras freut sich, dass die große Fensterfront zur Baustraße erhalten bleibt.

Foto: Wal



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