weather-image
23°
Nicht nur Alkohol und Zigaretten können schnell süchtig machen

„Starke Typen sagen Nein“ – und reden über ihre Probleme

Hameln (git). Wolfgang Kiehl vom „Suchtmobil“ liefert den Zuhörern seine Lebensgeschichte „vom Heroinjunkie zum Sozialpädagogen“ knallhart. Für ihn gibt es nur „Schwarz oder Weiß – Drogen oder keine Drogen“. Seine Empfehlung an die Jugendlichen – in diesem Fall die Schülern aus drei 9. Klassen – lautet: „Redet über eure Probleme, teilt euch mit – ohne das geht es nicht.“

veröffentlicht am 08.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 07:21 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Um Sucht- und Drogenprävention geht es in der laufenden Projektwoche, die das „Team Regenbogen“ vom Jugend- und Seniorenbüro der Stadt Hameln im Jugendzentrum an der Erichstraße organisiert hat. Von zwölf Hamelner Schulen haben fünf das Informationsangebot angenommen, wie Jugendpflegerin Gabi Henke berichtet.

Christiane Rohr von der Sucht- und Drogenberatung der Hamelner Diakonie spricht in dieser Woche vor vier achten Klassen über Alkohol und Alkoholmissbrauch. „Die Schüler sollen ihr mögliches Trinkverhalten reflektieren und sich dann selber richtig einschätzen können“, erklärt Rohr. Sie gibt auch lebensnahe Tipps an die Hand: „Zum Schutz der Gruppe sollte eine Person stets nüchtern bleiben, um den Überblick zu behalten.“ Und ohne eine gute Mahlzeit als Grundlage vorweg solle niemand zur Party gehen, gibt sie den Zuhörern mit auf den Weg. Anhand von Experimenten wie der Rauschbrille mit simulierten 1,3 und 0,8 Promille vor Augen soll den Jugendlichen praktisch verdeutlicht werden, was Alkohol mit ihnen machen kann.

Die eigene Sucht erkennen können

Für einen 90-minütigen Vortrag der Stiftung Sehnsucht haben sich zwei 8. und eine 7. Klasse angemeldet. Sozialpädagoge Daniel Scheid von der Stiftung hat lange Zeit in der stationären Therapie gearbeitet. Er tritt mit einer Kollegin vor den Schülern auf. Die Mitarbeiterin hat eine Essstörung hinter sich. Dass auch Fernsehen und Kaffee süchtig machen können, will der Fachmann durch ein Konsumprofil mithilfe von Aufklebern auf einer Tabelle aufzeigen. Die Schüler und Schülerinnen sollen so ihr eigenes Suchtverhalten erkennen können. Auf der Liste stehen neben Alkohol und Zigaretten auch Computer, Handys, das Einkaufen, Süßigkeiten und Kaffee. „Wir versuchen dann mit der Gruppe herauszufiltern, ob die viele Zeit am Computer ein Ventil für ein Problem sein könnte“, schildert Scheid. Bei diesem Vortrag gibt es außerdem Informationen über die „harten“ Drogen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare