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Vier Sitze machen sie zum begehrten Verhandlungspartner / Sozialdemokraten und FDP verlieren in Aerzen

Starke Grüne sind bei SPD und CDU jetzt sehr gefragt

Aerzen (cb). Die Aerzener Politik steht vor spannenden Verhandlungsrunden, nachdem die Bündnisgrünen im Gemeinderat 13,4 Prozent der Stimmen errungen haben – sowohl SPD als auch CDU kündigten an, mit ihnen ins Gespräch kommen zu wollen, um eine Mehrheit zu erhalten. Bei der SPD, die zuletzt mit dem Koalitionspartner FDP die Mehrheit gestellt hatte, ließ sich die Enttäuschung nicht verbergen. „Das tut weh“, sagte ihr Fraktionsvorsitzender Burkhard Schraps über den Verlust von gut 4,3 Prozentpunkten gegenüber den Wahlen 2006. Mit einer Suche nach Ursachen wollte er sich noch nicht beschäftigen, als das Ergebnis von 42,9 Prozent für die Sozialdemokraten feststand. Im neuen Rat wird die SPD nur noch über 12 von insgesamt 28 Sitzen verfügen, hinzu kommt die Stimme von Bürgermeister Bernhard Wagner. „Wir werden nur mit den Grünen reden wollen“, so Schraps. Gespräche mit der FDP und Linke – beide verfügen über jeweils einen Sitz und könnten gemeinsam ebenfalls der SPD zur Mehrheit verhelfen – seien schwer vorstellbar.

veröffentlicht am 12.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 01:21 Uhr

Erste Ergebnisse werden im Aerzener Rathaus diskutiert. Und schnell zeichnet sich für Bürgermeister Bernhard Wagner und andere S
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„Das werden interessante Gespräche“, sagte Friedel-Curt Redeker als Fraktionsvorsitzender der CDU, die auf 36,1 Prozent der Stimmen kommt und damit weiterhin zehn Sitze im Gemeinderat hält. Rechnerisch sei eine Mehrheit zusammen mit Grünen und FDP möglich. „Wir können schon selbstbewusst sein, da wir entgegen dem Bundestrend unser Ergebnis nahezu halten konnten“, sagte er. Berührungsängste habe die CDU mit den beiden Parteien nicht, so Redeker, vor allem mit den Bündnisgrünen habe man gute Erfahrungen in den vergangenen Jahren sammeln können. „Auf kommunaler Ebene können sich Dinge ergeben, an denen man arbeiten kann.“

Rudi Sonnemann von der FDP, der einen stark auf seine Person konzentrierten Wahlkampf geführt hatte, habe zwar einen Negativtrend erwartet, das Ergebnis sei aber „einfach bitter“. Gesprächsangebote wolle er noch nicht kommentieren. „Das muss ich erst einmal alles sacken lassen“, meinte Sonnemann. Im positiven Sinne müssten die Bündnisgrünen ihr starkes Ergebnis hingegen verarbeiten. „Das müssen wir erst einmal begreifen“, meinte Friedrich Pettig über seine Fraktion, die nun mit vier Sitzen in doppelter Stärke im Rat sitzen wird. Ganz deutlich finden sich die Grünen nun als begehrter Gesprächspartner, die nun auch Forderungen stellen könnten. „Das sind viele Dinge, die jetzt zu bedenken sind“, sagte Pettig über die nun vor seiner Partei stehenden Verhandlungen, ohne dabei einen klaren Wunschpartner benennen zu wollen. „Wir haben ganz klare Vorstellungen in unserem Programm festgehalten. Die Gespräche werden inhaltlich interessant und spannend.“



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