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Entscheidung liegt bei der Politik / Dezernentin Gaby Willamowius favorisiert Schulzentrum Nord

Standort für die IGS: Drei Optionen zur Wahl

Hameln (ni). Sie haben Lehrer auf den Plan gerufen, Eltern mobilisiert und Schüler mit Unterschriftenlisten in Bewegung gesetzt: die Gerüchte über den Standort einer künftigen IGS in Hameln. Allen voran fürchteten Viktoria-Luise- und Albert-Einstein-Gymnasium, sie könnten der Integrierten Gesamtschule geopfert werden. Jetzt wissen sie, dass die ganze Aufregung umsonst war. Gestern hat die Verwaltung ihre Standort-Vorschläge präsentiert. Hamelns Horte der gymnasialen Allgemeinbildung bleiben in ihrem Bestand unangetastet.

veröffentlicht am 19.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 15:21 Uhr

Die Lösung mit den geringsten Kosten: wenn Sertürner-Realschule und „Haus Mileva“zur IGS werden.  Montage: Wal
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Drei Alternativen stellt die Schulabteilung des Rathauses der Politik zur Wahl: die Theodor-Heuss-Realschule an der Breslauer Allee, die Sertürner-Realschule an der Basbergstraße und Sertürner-Realschule inklusive des direkt nebenan gelegenen „Haus Mileva“, das früher die Orientierungsstufe Nord beherbergte und jetzt von AEG und Realschule genutzt wird. Alle Standorte, so der zuständige Abteilungsleiter Hans Bolte, seien aufgrund ihres Raumangebotes geeignet, doch an keinem komme die Stadt ohne eine Interimslösung aus. Sondern müsse vorübergehend – überschaubar sei zunächst nur der Zeitraum von sechs Jahren – zusätzliche Pavillons aufstellen, damit neben der jahrgangsweise auslaufenden Realschule genug Platz ist für die aufbauende fünfzügige IGS mit ihren im besonderen Konzept begründeten Raumanforderungen.

Die teuerste Variante mit einer Investition in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro im ersten Jahr wäre die Entscheidung für die nur dreizügig geführte Sertürner-Realschule. Hier fehlten nicht nur Klassenzimmer, sondern müsste auch bei den Fachunterrichtsräumen nachgerüstet werden. Zusammen mit Haus Mileva wäre dieser Standort am Schulzentrum Nord allerdings der preiswerteste. Mit 714 500 Euro ließen sich die Voraussetzungen für den IGS-Start im nächsten Jahr schaffen. An der Theodor-Heuss-Realschule wären 810 500 Euro erforderlich.

„Unser Ziel ist es, an der IGS später auch eine gymnasiale Oberstufe anzubieten“, sagt Dezernentin Gaby Willamowius. Und sieht in dem Standort Sertürner-Realschule plus Haus Mileva auch deshalb einen Vorteil gegenüber den anderen Alternativen, weil sich hier eine Kooperation mit dem benachbarten AEG anböte.

Die drei allgemeinbildenden Hamelner Gymnasien kamen bei der Suche nach einem geeigneten Platz für die IGS überhaupt nicht in die engere Wahl. Sie leiden nicht unter Schülerschwund und werden allen Prognosen zufolge auch künftig ihre Klassen vollbekommen. Die Hamelner Hauptschulen fielen allein schon deshalb durch das Raster, weil sie allesamt zu klein sind. Das Gleiche trifft auf die Wilhelm-Raabe-Realschule zu, die außerdem weder mit einer Mensa noch mit den für den Ganztagbetrieb nötigen Nebeneinrichtungen aufwarten kann.

Bevor sich der Schulausschuss am 29. November mit der Standortfrage befasst, sollen die Vorschläge am Runden Tisch zwischen Verwaltung, Mitgliedern des Schulausschusses sowie den Leitern der drei Gymnasien der Real- und Hauptschulen diskutiert werden. Bei diesem Treffen, so Gaby Willamowius, werde es unter anderem darum gehen, „die Konsequenzen zu erörtern“, die sich aus der Entscheidung für die eine, die andere oder die dritte der aufgezeigten Möglichkeiten ergeben.



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