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Bei ersten Gesprächen zum Weihnachtsmarkt gibt es schon wieder einige wunde Punkte

Standgebühren in der Kritik

Hameln. Gerade haben wir Ostern hinter uns und freuen uns zurzeit über die ersten warmen Frühlingstage. Und doch steht für manche schon wieder das Thema Weihnachten im Raum: Der „Runde Tisch Weihnachtsmarkt“ hat sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit in diesen Tagen mit dem bunten Treiben rund um Hochzeitshaus und Marktkirche in der Adventszeit beschäftigt. Und auch in diesem Jahr läuft offenbar noch nicht alles rund – Kritik und Befürchtungen jedenfalls gab es gleich bei mehreren Punkten.

veröffentlicht am 13.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Christa KocH
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Und das betrifft nach Meinung der IG Weihnachtsmarkt vor allem die in den Vorjahren viel zu spät erteilten Genehmigungen. IG-Vorsitzender Peter Ehlerding etwa bemängelt: „Letztes Jahr kam die Genehmigung erst am 30. Oktober, am 17. November begann schon der Aufbau. Mitarbeitern und Lieferanten hatte ich da längst abgesagt, wir mussten improvisieren.“ Begründung seitens der Stadt laut Ehlerding damals: Im Rathaus fehlten die Zeit und das Personal. Wirtschaftsförderer Andreas Seidel, neu für den Weihnachtsmarkt zuständig, will sich immerhin für Zwei-Jahres-Verträge einsetzen – „soweit möglich“. Und Fachbereichsleiter Dieter Schur habe zugesagt, dass die Genehmigungen in diesem Jahr im Mai erteilt würden. „Wird auch Zeit“, glaubt die IG. Denn das beliebte Kinderkarussell zum Beispiel sei bereits abgewandert – in eine Stadt, die dem Betreiber sogar einen Zehn-Jahres-Vertrag geboten habe.

Auch ums liebe Geld geht es natürlich beim Weihnachtsmarkt, mit dem die Stadt weder Gewinne noch Verluste machen darf. Laut dem Vorsitzenden der IG hatte es im Jahr 2013 Einnahmen von rund 202 000 Euro gegeben, im Folgejahr hingegen knapp 237 000 Euro. Der Überschuss von rund 30 000 Euro, sagt Ehlerding, habe nach den Worten von Schur an das Stadtmarketing gehen sollen. „Bei mir ist nichts angekommen“, so der Kommentar von Stadtmanager Dennis Andres. Allerdings bekomme er auch keine Abrechnung zu sehen, erhalte seitens der Stadt lediglich 100 000 Euro, für die das Stadtmarketing auf der Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrages für Dekoration, Werbung und Programm verantwortlich zeichnet.

Wo auch immer der Überschuss hingegangen ist – die IG Weihnachtsmarkt kann Investitionen nicht allein stemmen: „Die Beleuchtung muss dringend erneuert werden, Gleiches gilt für den in die Jahre gekommenen Adventskalender am Hochzeitshaus“, so ihr Vorsitzender. Manches sei inzwischen hausbacken und Hameln stehe im Wettbewerb mit anderen Städten. Apropos Wettbewerb: Mit den Standgebühren liegt Hameln ziemlich weit oben, berechnet etwa für Lagerflächen die gleichen Standgebühren pro Quadratmeter wie für Buden. „Damit ist der Hamelner Weihnachtsmarkt teurer als der Nürnberger Christkindlesmarkt“, bemängelt Ehlerding.

Kritik kam aber nicht nur von den Beschickern. Pastor Thomas Risel etwa stört sich an der Eisbahn hinter der Marktkirche. Sie versperre Fluchtwege, außerdem gehe von ihr ein nicht geringer Lärm aus, so der Geistliche. Stadtmanager Andres ist dennoch zuversichtlich, dass es am Lütjen Markt wieder eine Eisbahn geben wird. „Man hat versprochen, gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Jeder andere Standort wäre schwierig bei der Enge in der Altstadt.“

Übrigens: Die Stadt hat bei der Cima in Köln, einem führenden Beratungsinstitut, einen sogenannten „Attraktivitätscheck“ für den Weihnachtsmarkt in Auftrag gegeben – angeblich für einen niedrigen fünfstelligen Betrag.



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