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Ärger um gefällte Bäume in der Nordstadt

Standen die Weiden auf Privatgelände?

Hameln. An der Subeke in der Nordstadt wurden zwei Weiden gefällt. „Beklagenswert“ findet das Rainer Sagawe, der sich aktiv für den Naturschutz einsetzt. Zudem sei nicht sicher, ob die Weiden tatsächlich auf dem Gelände der Stadt standen – und nicht etwa auf Privatgelände.

veröffentlicht am 15.02.2016 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Hameln. „Ich verstehe das als mangelnde Sensibilität gegenüber der Natur“, sagt Rainer Sagawe. Bürger hätten ihn darauf hingewiesen, dass an der Subeke vor einigen Tagen Weiden gefällt worden wären, die weder krank noch eine Gefahr für die Öffentlichkeit gewesen sein sollen. „Der Subekebach ist in einer entsprechenden Karte der Stadt Hameln als schützenswertes Biotop verzeichnet“, sagt Sagawe. Die Weiden hätten laut Sagawe nicht gefällt werden dürfen.

Ein Pächter, der auf die Fällarbeiten aufmerksam geworden war, habe die Arbeiter sogar angesprochen. „Als der Pächter die Bediensteten der Stadt ansprach und darum bat, hier am Biotop bitte nichts zu fällen, wurde ihm geantwortet, dass dies ja auf dem Grund der Stadt Hameln stattfinde“, erklärt Sagawe.

Doch das sei nicht der Fall. Denn der Grenzverlauf sei, so Sagawe, an dieser Stelle recht undurchsichtig. „Der Pächter soll darauf hingewiesen haben, dass es eine Karte mit genauem Grenzverlauf nicht gebe, die Stadt habe die Grenze aus Kostengründen nicht genau ausmessen lassen und nach seiner Auffassung stünden diese Weiden auf seinem der Bima gehörenden Pachtgrundstück“, erklärt Sagawe. Ende der letzten Woche sollte es laut Sagawe eigentlich einen Ortstermin mit dem Pächter und der Stadt geben, um den genauen Grenzverlauf zu klären. „Der Termin hat aber nicht stattgefunden“, so Sagawe. Dass die zwei Weiden gefällt wurden, findet Sagawe „beklagenswert“. Sie seien „ohne Not“ abgeholzt worden. „Weiden sind als Frühblüher wichtig für die Ernährung der Bienen, leicht geschädigte hohle Weiden bieten vielen Tieren Unterschlupf, sind wichtig für ein Biotop“, erklärt Sagawe. Und: „Deswegen finde ich es als BUND- und Nabu-Aktiver unverständlich und nicht nachvollziehbar, dass an diesem als Biotop ausgewiesenen Gebiet noch Fällungen vorgenommen werden.“

Die Stadt dementiert, dass die Weiden sich auf einem Privatgelände befanden: „Die Weide liegt eindeutig auf der Fläche der Stadt Hameln – eine entsprechende Rücksprache mit der Bima hat auch schon stattgefunden“, so eine Sprecherin der Stadt. Die Weiden seien aufgrund „der kommunalen Verkehrssicherungspflicht“ entfernt worden. Dies sei durch die „Nähe zur Bebauung unumgänglich“ gewesen. Auch seien Teile des Stammes bereits abgebrochen gewesen. „Die Subeke, aber auch wirklich nur das Gewässer, ist ab sofort als gesetzlich geschütztes Biotop gemäß Paragraf 30 des Bundesnaturschutzgesetzes ausgewiesen. Dort sind Maßnahmen möglich, soweit sie das geschützte Biotop nicht beeinträchtigen“, so die Erklärung der Stadt.



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