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Zum dritten bundesweiten Ernährungstag informiert der Naturheilverein Weserbergland mit Vorträgen und Ausstellungen im Hefehof

Standard-Teig oder selbst gebacken: Wann ist ein Brot ein Brot?

Hameln (git). Würden Sie Ihr selbst gebackenes Brot mit chemischen Zusatzstoffen anreichern, damit es eine schönere Kruste bekommt und der Teig beim Rühren weniger am Knethaken hängenbleibt? In der Lebensmittelindustrie ist so etwas eine Kleinigkeit. „Der Mensch ist, was er isst“ – Ludwig Feuerbachs (1804 bis 1872) oft zitierter Satz prägt auch im 21. Jahrhundert unsere Gesellschaft. Wer aber weiß, was sich in den verpackten Lebensmitteln wirklich befindet? Ist Brot wirklich noch Brot? Fisch wirklich noch Fisch? Bio wirklich Bio?

veröffentlicht am 21.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 19:21 Uhr

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Beim dritten bundesweiten Aktionstag der Naturheilkunde steht das Thema Ernährung im Mittelpunkt. Bio ist gesund, Vollkornkost sowieso, selbst gekochte Marmelade schmeckt am besten und, und, und... Welchen Stellenwert räumen wir nun aber dem Selbstgekochten ein? Denn nur da wissen wir, was wir am Ende auf dem Teller haben. Und wann sind wir bereit, einen Quarkwickel um unser schmerzendes Knie zu legen und auf die etwas länger dauernden Selbstheilungskräfte zu warten, statt eine Pille einzuwerfen? Wann haben wir noch Zeit und Muße, Omas Eintopf selbst zu kochen?

„Es ist beängstigend, dass Generationen heranwachsen, die mit Lebensmittelfrischwaren nur wenig anfangen können, Fieber für eine

Krankheit halten

und Tomaten ohne Dose

kaum noch erkennen können“, meint Ute Mühlbauer vom Naturheilverein Weserbergland. Die Vorsitzende des im März 2008 gegründeten Vereins verweist auf die Grundziele des Naturheilvereins, nämlich den natürlichen Heil- und Lebensweisheiten wieder den Stellenwert zu geben, den sie einmal innehatten. „Wir freuen uns, im Rahmen des bundesweiten Aktionstages morgen von 10 bis 17 Uhr mit einem eigenen Programm in der Hefehof-Shoppingmall vertreten zu

sein.“ Der Verein

hat Vorträge, Ausstel-

lungen

und Einzelaktionen organisiert. Themen sind unter anderem Fabrikzucker, Ernährung und Klimaschutz, Wasser, Bio-Lebensmittel, vegetarische Ernährung, Darmgesundheit, artgerechte Ernährung für Hund und Katze. Ute Mühlbauer selbst setzt sich bei ihrem Vortrag mit dem Thema Brot und gesunde Ernährung auseinander. „Die Wirkung der Ernährung auf unsere Gesundheit ist ein Erfahrungsschatz, der uns die Eigenverantwortung für unseren Körper bewusst machen sollte“, meint Frau Mühlbauer. Brot ist eines der weltweit wichtigsten Grundnahrungsmittel. „In Deutschland können wir aus annähernd 2000 Brotsorten auswählen“, sagt sie. Während unsere Vorfahren ihr Brot noch selbst herstellten, greifen die meisten heute ins Portemonnaie, um beim Bäcker oder im Supermarkt ein fertig gebackenes Brot zu kaufen. Die wenigsten machen sich Gedanken darüber, dass ein großer Teil dieser Brote fabrikmäßig hergestellte Massenware ist.

„Wir haben zwar die Wahl unter einem riesigen Angebot, aber die Kontrolle darüber, was in unserem Lebensmittel alles beigemengt ist, haben wir im 21. Jahrhundert nicht mehr“, erklärt die ausgebildete Ernährungsberaterin. Nicht jedes Vollkornbrot sei aus vollem Korn gebacken. „Laut Gesetz muss der Mindestgehalt an Vollkornmehl für diese Brotsorten nur 30 Prozent betragen“, sagt Ute Mühlbauer. Auch die Farbe sage nicht wirklich etwas über die Vollwertigkeit des Brotes aus. Sie könnte nämlich mit Hilfe von Malz, Zucker und künstlichen Lebensmittelfarben auch erzeugt werden.

Die Frage nach Zusatzstoffen wie Verdickungsmittel und Emulgatoren oder Stabilisatoren erkläre sich damit, dass in den Brotfabriken für die Standard-Teige eine störungsfreie Produktion mit gleicher Beschaffenheit gewünscht sei. Die Ernährungsberaterin empfiehlt, es mal mit einem selbst gebackenen Brot zu versuchen.

Infos unter www.naturheilverein-Weserbergland.de/ Veranstaltungen



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