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Aktionsbündnis gibt Tipps gegen Stammtischparolen

„Stammtischkämpfer“: Was hilft gegen Rechtspopulisten?

HAMELN. Ein Aktionsbündnis will gegen populistische Aussagen von Partei vorgehen. Die „Stammtischkämpfer“ wollen jungen Erwachsenen helfen Argumentationsstrategien für den Ernstfall zu entwickeln und verallgemeinernde Parolen zu hinterfragen.

veröffentlicht am 28.08.2017 um 14:27 Uhr
aktualisiert am 28.08.2017 um 18:18 Uhr

Foto: pixabay (cc)
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Autor

Robin Mai Reporter
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„Ich habe nichts gegen Ausländer, aber …“ oder: „Die da oben kontrollieren doch die Medien“ – solche Stammtischparolen sind in den letzten Jahren immer häufiger zu hören gewesen. Egal, ob in der Bahn, auf einer Party oder bei Freunden, überall können vermeintlich harmlose Aussagen fallen. „Die Stammtischkämpfer“ wollen Jugendlichen den gezielten Umgang mit derartigen Aussagen beibringen. Dabei handelt es sich um ein Bündnis aus Politikern, Gewerkschaften, Religionsverbänden und der Zivilgesellschaft.

Wenn Jugendliche verallgemeinernde Parolen hören, dann sollen sie zuerst die „Schrecksekunde“ überwinden. Dann gelte es, den eigenen Standpunkt deutlich zu machen. Dafür werden extra „Stammtischseminare“ angeboten, die jungen Erwachsenen helfen sollen, Argumentationsstrategien für den Ernstfall zu entwickeln.

„Nicht gleich losschießen“, sagt Carina Daues, eine Vertreterin der Stammtischkämpfer. Bevor Jugendliche einschreiten, sollen sie sich darüber bewusst werden, in welchem Umfeld sie sich befinden: Wer ist betroffen und in welchem Zusammenhang spielt sich der Konflikt ab? Besteht eine unmittelbare Gefahr?

Anschließend könne man gezielt Fragen stellen wie: „Wer sind denn die da oben?“ Damit soll dem Diskussionspartner deutlich gemacht werden, dass seine Aussagen sich nicht auf fundierte Fakten beziehen. Besonders wichtig ist den Stammtischkämpfern, sich von rechtspopulistischen Aussagen zu distanzieren. So wolle man sich strikt von der AfD abgrenzen.

Neben den Stammtischseminaren wurde auf einer Sitzung des Kreisjugendringes Hameln-Pyrmont auch auf andere Jugendarbeit-Projekte im Landkreis hingewiesen. Der Kreisjugendring vertritt die Interessen der Vereine und Verbände gegenüber öffentlichen Institutionen. Vor allem wolle man helfen, die Kommunikationen der verschiedenen Jugendinstitutionen im Kreis zu verbessern. „Der Kreisjugendring kann bei allen Fragen zur kommunalen Förderung von Kinder- und Jugendarbeit angesprochen werden“, heißt es in einer Infobroschüre des Kreisjugendringes.

Übrigens hat der Kreisjugendring letzte Woche einen neuen Vorstand gewählt. So löst Erik Knäbel von der evangelischen Jugend Walter Neufeld als ersten Vorsitzenden ab. Zweite Vorsitzende bleibt Silvia Büthe, die auch bei der evangelischen Jugend tätig ist.

Mehr Informationen zum Kreisjugendring gibt es unter www.kjr-hameln-pyrmont.de. Fragen und Ideen können unter 05151/28980 und an Silvia Büthe geäußert werden.



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