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Hammerharter Trip

Stahlmann in der Sumpfblume

Stahlmann – der Name passt bestens zum Musik-Genre der Band: Neue Deutsche Härte. So wie Rammstein, da weiß man auch gleich, worum es geht. Der Sound kommt an: Selbst Nacheiferer wie Völkerball füllen seit Jahren bequem die größte Halle vor Ort. Stahlmann füllte die Sumpfblume mit dem harten Sound.

veröffentlicht am 04.03.2018 um 16:57 Uhr
aktualisiert am 12.03.2018 um 15:30 Uhr

Mann aus Stahl: Gitarrist Mario gibt alles. Foto: gla

Autor:

Gabriele Laube
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HAMELN. Stahlmann – der Name passt bestens zum Musik-Genre der Band: Neue Deutsche Härte. So wie Rammstein, da weiß man auch gleich, worum es geht. Der Sound kommt an: Selbst Nacheiferer wie Völkerball füllen seit Jahren bequem die größte Halle vor Ort. Stahlmann, vor zehn Jahren in Göttingen gegründet, schwimmt ebenfalls erfolgreich auf der NDH-Welle. Zum Auftakt ihrer „Bastard Frühjahr 2018 Tour“ am Freitag in der Sumpfblume feiern knapp 100 Fans den harten Sound des Quartetts – intim und hautnah.

Es ist bereits 22 Uhr, als der Hauptakt nach den Vorbands B.O.S.C.H. aus Wilhelmshaven und der Wiener Combo Amandas Nadel beginnt. Mit rußigen Schlieren im Gesicht entern die Stahlmänner die Bühne. Mastermind Martin Soer springt aufs Podest und mutiert zur ekstatischen Rampensau. Mit eingebunden zu werden ist etwas, womit die Zuschauer auf seinen Konzerten rechnen müssen. Hände hoch, klatschen, Arme schwenken, mitsingen und vor allem, nach vorne kommen. Spuren die Anhänger nicht, erteilt Mart Lektionen. In Abstimmung mit den männlichen Gästen wird heute Fan Nicole zum Strafsitzen auf die Bühne beordert. Ein unterhaltsames Spiel, das gut ankommt.

Die Setlist streift alle Höhepunkte des Stahlmann-Schaffens und trifft mit Songs wie „Adrenalin“, „Hass mich ...lieb mich“, „Der Schmied“, „Stahlwittchen“ thematisch voll ins Schwarze. Mit dem Opener „Bastard“ von 2017 wird klar, wohin die Reise geht an diesem Abend. Das Endzeit-Lied handelt vom Tag des Jüngsten Gerichts. „Du hast beschissen, betrogen und versagt, Dich holt … der schwarze Bastard!“ singt Frontmann Soer drohend und mit tiefer Stimme, seine Finger formen Teufelshörner, denn – „Jeder kriegt, was er verdient“. Der harte Trip wird versüßt durch das Metal-Klanggerüst, das Marios pfeffrige Gitarre, Ablaz ruppiger Bass und Dimitrios „Tacki“ Gatsios herzschlaghämmernde Drums weben. Die neue Besetzung bringt den Saal zum Kochen.

Textsicher singen die Fans die Düster-Hymne „Schwarz“ mit. Während der Pop-Metal von „Tanzmaschine“ die Beine zum Zappeln bringt, bewegt die Ballade „Nichts spricht wahre Liebe frei“ eher das Herz und entzündet Feuerzeuge. Sein Liebesleid und seinen Whisky teilt der bestens aufgelegte Sänger mit den Fans. Sicher wäre bei weniger Moderation mehr Musik in den knapp 80 Konzertminuten inklusive Zugaben möglich gewesen, doch egal ob Jugendliche oder knapp 60-Jährige, alle genießen neben dem dreistündigen Musikmarathon auch den unterhaltenden Part der Stahlmann-Show



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