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Noch alles dicht?

Stadtwerke überprüfen Gasleitungsnetz in Hameln

HAMELN. Ein Mitarbeiter der Firma Severin wird ab Montag, 3. April, im Auftrag der Stadtwerke das Gasleitungsnetz überprüfen. Seine Aufgabe ist es, auch kleinste Undichtheiten an Gasleitungen aufzuspüren. In diesem Jahr werden routinemäßig alle Gasleitungen im Stadtgebiet Hameln zwischen der Eisenbahnlinie Hannover/Löhne und der Weser sowie in den Ortsteilen Rohrsen, Afferde, Hastenbeck, Groß Hilligsfeld und Klein Hilligsfeld auf Dichtheit überprüft.

veröffentlicht am 30.03.2017 um 10:03 Uhr

Für die Stadtwerke ist die jährliche Maßnahme ein wichtiger Baustein für die Versorgungssicherheit: Rund 11 300 Hausanschlüsse werden über 431 Kilometer Gasleitungen rund um die Uhr mit Erdgas zum Kochen und Heizen beliefert. Um die Energiequelle gewohnt sorgenfrei nutzen zu können, sind regelmäßige Kontrollen der Netze unabdingbar. Im regelmäßigen Turnus von drei Jahren müssen alle Erdgasleitungen einmal auf Leckagen untersucht worden sein.

Der Techniker folgt dabei exakt nach digitalem Lageplan auf Gehwegen, Straßen und in Vorgärten dem Verlauf der unterirdischen Leitungen. Mit einem handgeführten Messgerät wird ständig kontrolliert, ob an der Bodenoberfläche ausgetretenes Gas registriert wird. Nur wenn es regnet, fallen die Messungen aus. Dann kann das Gerät witterungsbedingt keinen Gasgeruch am Boden registrieren. Ist das Wetter trocken, heißt es für den Techniker, ein ordentliches Programm zu absolvieren: Rund 150 Kilometer müssen für diese Messungen zurückgelegt werden – ausschließlich zu Fuß, denn sein Messgerät muss jeden Meter per Hand auf den Boden gedrückt werden.

Die Stadtwerke bitten die Hauseigentümer um Verständnis, wenn zu diesem Zweck der Vorgarten betreten werden muss. „In diesem Fall kann sich der Mitarbeiter aber auch ausweisen“, so Stadtwerke-Sprecherin Natalie Schäfer.

Die Überprüfung durch die Stadtwerke endet allerdings am Gebäude. Für die Sicherheit im Gebäude ist der Hauseigentümer ab der Hauptabsperreinrichtung (bis auf den Zähler und den Hausdruckregler) verantwortlich. Auch dieser muss den Zustand seiner Gasanlagen regelmäßig überprüfen. Im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht gehört zu den Pflichten unter anderem die jährliche Sichtkontrolle durch den Anlagenbetreiber sowie die turnusmäßige Überprüfung der Hausanschlüsse alle zwölf Jahre auf Gebrauchsfähigkeit und Dichtheit durch einen Fachbetrieb. Rund acht Wochen wird der mit orangeroter Warnweste bekleidete Spezialist mit dem Gasspürgerät unterwegs sein. Stößt er auf ein Leck, ortet er mit etwa 30 Zentimeter tiefen Probebohrungen die undichte Stelle. Anschließend beginnt die Reparatur.red



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