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Treptow: Günstigere Beschaffungspreise weitergegeben / 500 000 Euro Kaufkraft blieben erhalten

Stadtwerke senken Gaspreis um 10,4 Prozent

Hameln (wft). Die Stadtwerke Hameln senken zum 1. Mai 2009 die Gaspreise für Haushalte und kleinere Gewerbekunden um 10,4 Prozent. Damit kostet die Kilowattstunde Gas für die Tarife mini.gas, regio.gas und regioplus.gas künftig zwischen 5,89 und 7,26 Cent. Zuvor lagen die Preise zwischen 6,65 und 7,99 Cent. Das Unternehmen gebe damit die Preisvorteile aufgrund gefallener Beschaffungskosten an seine Gaskunden weiter, erklärte Stadtwerkegeschäftsführerin Susanne Treptow gestern auf einer Pressekonferenz. Die Grundpreise bleiben mit 4,99 Euro, 7,99 Euro und 14,99 Euro pro Monat unverändert. Die jährliche Entlastung für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 28 000 Kilowattstunden gab Treptow mit 213 Euro an. Blieben die Ölpreise auf ihrem derzeitigen Niveau, sei eine weitere Preissenkung zum 1. September oder zum 1. Oktober möglich.

veröffentlicht am 24.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 05:21 Uhr

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Ursache der gesunkenen Beschaffungskosten ist der stark gefallene Ölpreis, der in der Spitze im vergangenen Jahr 147 Dollar pro Barrel (159 Liter) erreicht hatte, inzwischen aber wieder um die 40 Dollar pendelt. Die Preissenkung um zehn Prozent errechnet sich nach Angaben von Treptow aus den Durchschnittspreisen der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2008. Treptow erklärte auf der Pressekonferenz: „Eigentlich hätten die Stadtwerke die Gaspreise zum 1. Januar 2009 erhöhen müssen. Aber das hätten unsere Kunden angesichts fallender Ölpreise nicht verstanden.

Durch den Verzicht auf diese Preiserhöhung wurden vom 1. Januar bis zum 31. März rund 500 000 Euro Kaufkraft bei den Beziehern von Gas nicht abgezogen.“ Außerdem habe das Unternehmen im vergangenen Jahr die Preise nur einmal erhöht, andere Versorger und Mitbewerber wie e.on hätten dies zweimal getan. „Somit haben die Stadtwerke-Kunden während der Heizperiode 2008/2009, in der rund 40 Prozent des gesamten Jahresgasbedarfs verbraucht werden, von den günstigeren Gaspreisen der Stadtwerke Hameln profitiert.“

Wegen des deutlich kälteren Winters würden in dieser Heizperiode rund zehn Prozent mehr Erdgas verbraucht. Deshalb würden auch die monatlichen Teilbeträge nicht gesenkt, „um Nachzahlungen am Jahresende zu vermeiden“. Auf Wunsch könnten Kunden aber ihren Gaszählerstand am 30. April selbst ablesen und ihn den Stadtwerken schriftlich, per Fax oder auch über das Internet mitteilen.

Mächtig: der Gasometer der Stadtwerke. Foto: Dana

15 Millionen Kubikmeter Erdgas seit Anfang Januar

Ansonsten erfolge eine automatische Abgrenzung des Gasverbrauchs aufgrund der täglich dokumentierten Wetterdaten. Unabhängig davon könnten die Kunden sich nach Abschluss der Heizperiode in der Kundenberatung der Stadtwerke eine Hochrechnung erstellen lassen, um einen aktuellen Vergleich mit den bisher gezahlten Teilbeträgen und den bis dahin angefallenen Energiekosten zu erfahren.

Hierfür seien die entsprechenden Zählerstände abzulesen und mitzubringen, erläuterte Susanne Treptow das Verfahren. Grundsätzlich werde bei den Stadtwerken das Verfahren der sogenannten Bestabrechnung durchgeführt. Niemand brauche sich also darum zu kümmern, mit welcher Verbrauchsmenge er den besten Tarif in Anspruch nehmen könne. Das werde von den Stadtwerken Hameln erledigt.

Insgesamt pumpten die Stadtwerke seit dem 1. Januar etwa 15 Millionen Kubikmeter Erdgas in die Hamelner Haushalte. Das entspricht einer Menge von rund 160 Millionen Kilowattstunden.



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