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Unternehmen verweist auf gestiegene staatliche Umlagen und Netzentgelte

Stadtwerke erhöhen Strompreise

Hameln. Der Strom wird teurer: Vom 1. Februar 2014 an kostet die Kilowattstunde in allen Tarifen der Stadtwerke Hameln und der Stadtwerke Weserbergland 1,19 Cent pro Kilowattstunde mehr. Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh erhöht sich der Preis damit um monatlich 3,47 Euro. Die Grundpreise bleiben gleich. An diesen Preisen wird sich bis zum Jahresende 2014 nichts ändern, so die Stadtwerke.

veröffentlicht am 13.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

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Als Begründung verweist das Unternehmen auf gestiegene Umlagen und Netzentgelte. 54 Prozent des Strompreises seien durch staatliche Abgaben festgelegt, „während der von uns direkt beeinflussbare Anteil – die ‚reine Ware Energie‘ – am Strompreis nur noch rund 25 Prozent ausmacht“, erläutert Vertriebsleiter Christian Riepe. Weitere rund 20 Prozent entfielen auf die Netznutzungsentgelte. „Alles Preiskomponenten, auf die wir als lokaler Energieversorger keinen Einfluss haben“, betont Riepe.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet voran. Dafür allerdings sind Investitionen in erneuerbare Energieträger und den Netzausbau erforderlich, was wiederum zu Erhöhungen der staatlichen Abgaben und Umlagen zur Förderung dieses Ausbaus führt. So steigt vor allem die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) auf einen Rekordwert von netto 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Und neben der Offshore-Haftungsumlage, die das Risiko der Investoren bei verspätetem Anschluss von Windkraftanlagen auf See an das Stromnetz auffangen soll, gibt es noch die Umlage nach Paragraf 19 der Stromnetzentgeltverordnung. Dank ihm können sich große Stromverbraucher teilweise oder ganz von den Netzentgelten befreien lassen. Hinzu kommt die Abgabe zur Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung. Ab 2014 wird noch zusätzlich die Abschalt-Umlage erhoben. Diese dient etwa der Entschädigung von Kraftwerksbetreibern, die an sonnen- und windintensiven Tagen ihre Anlagen zugunsten von beispielsweise Solarparks und Windkraftanlagen vom Netz nehmen müssen. Hinzu kommt eine deutliche Steigerung der vorgelagerten Netzentgelte.

Die hiesigen Stadtwerke könnten diese Erhöhungen jedoch „abfedern“, erklären die Unternehmen, sodass die Strompreiserhöhung geringer ausfalle: „Die Kostenvorteile aus dem günstigeren Energieeinkauf und der gesunkenen Umlage für die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzentgelten geben wir an unsere Kundinnen und Kunden weiter“, so Susanne Treptow und Helmut Feldkötter, die Geschäftsführer der Stadtwerke Hameln und Weserbergland. Und immerhin, erklärt Riepe, „wollen wir mit der Anpassung unserer Preise zum 1. Februar die Erhöhung für unsere Kunden um einen Monat hinauszögern“. Die Umlagen- und Abgabenerhöhungen gelten bereits ab dem 1. Januar.



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