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Würde sich eine Weihnachtsmarktverlängerung lohnen?

Stadtmanager prüft Trubel bis zum Jahresende

HAMELN. Die „Lütjen Eisbahn“ neben der Marktkriche erfreut sich auch nach Weihnachten großer Beliebtheit – Dennis Andres von der Stadtmarketing-Geschäftsführung ist zufrieden. .Andres möchte durch den Rest-Weihnachtsmarkt (der jetzt nicht mehr so heißt) auch herausfinden, ob sich eine generelle Verlängerung des Weihnachtsmarktes in den nächsten Jahren lohnen könnte.

veröffentlicht am 29.12.2017 um 18:11 Uhr
aktualisiert am 29.12.2017 um 19:00 Uhr

Im Gegensatz zu den meisten Ständen wurde die Eisbahn noch nicht abgebaut. Die HMT will testen, ob sich auch nach Weihnachten noch Besucher in die Innenstadt locken lassen. Foto. fn
Jens Spickermann

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Wie viel zwischen Weihnachten und Silvester in der Innenstadt los ist, beobachtet er derzeit mit großem Interesse. Die Eisbahn und der Imbissstand des Eisbahn-Betreibers sollen nämlich nicht nur für nachweihnachtliches Vergnügen sorgen

„Der 26. Dezember war nicht so gut, aber danach wurden die Eisbahn und der Stand gut angenommen“, sagt Andres. Die Anzahl der Passanten betrug in der Bäckerstraße an den Weihnachtstagen etwa 3500 täglich, an den Folgetagen jeweils etwa 20000. Zwar seien am Mittwoch, Donnerstag und Freitag keine Massen in die Innenstadt geströmt, die Besucherfrequenz sei aber immerhin mit einem typischen Samstag vergleichbar. Das Angebot sei neu und müsse sich daher erst herumsprechen, meint Andres. Viel Werbung habe die HMT dafür nämlich nicht gemacht.

Die Idee sei, dass beispielsweise Mütter ihre Kinder auf der Eisbahn Schlittschuh laufen lassen können, während sie selbst in den Innenstadt-Geschäften einkaufen gehen. Die Shopping-Lust der Hamelner ist anscheinend auch nach Weihnachten noch nicht verebbt: Viele Geldgeschenke würden zurzeit eingelöst, vermutet Andres. Während der Weihnachtsferien hätten außerdem viele Leute frei und es seien zahlreiche Exil-Hamelner in der Stadt unterwegs. Für die seien der Stand und die Eisbahn ein guter Treffpunkt. Doch warum wurde dann der Weihnachtsmarkt abgebaut, wenn er auch nach den Feiertagen noch als Besuchermagnet wirken könnte? „Den Weihnachtsmarkt veranstaltet die Stadt“, sagt Andres. Es gebe eine Satzung dafür, die durch einen Ratsbeschluss geändert werden müsse, wenn man den Weihnachtsmarkt verlängern wollte. Die Eisbahn sei aber von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH in die Stadt geholt worden. Der verbliebene Glühwein-Stand gehöre dem Betreiber der Eisbahn, den man gebeten habe, noch bis zum 30. Dezember zu bleiben, sagt Andres.

Alle anderen Beschicker mussten gemäß der Marktordnung ihre Stände abbauen. Es habe zwar eine kleine Neiddebatte deswegen gegeben, sagt Andres. Er ist jedoch überzeugt: „Keiner hat einen Nachteil dadurch.“ Ganz im Gegenteil: Wer einer möglichen Weihnachtsmarkt-Verlängerung – etwa bis Silvester – aufgeschlossen gegenüberstehe, müsse die Erfahrungen mit der Eisbahn mit Interesse betrachten.

Andres wäre jedenfalls für eine Öffnung des Weihnachtsmarktes über die Feiertage hinaus. Vorbilder gebe es beispielsweise in Celle und Braunschweig, die ihn erst auf Silvester ausklingen lassen würden. Gespräche darüber habe es im Rat bereits gegeben. „Die werden sicher noch weitergehen“, so Andres. Ob die HMT auch im nächsten Jahr die Eisbahn wieder nach Weihnachten geöffnet lassen wird, ist derzeit noch offen. „Alles ist denkbar, man muss weitersehen.“



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