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Angebote in öffentlichen Einrichtungen geplant / Gespräche mit Landkreis werden fortgesetzt

Stadt will pöbelnde Jugend vom Werder holen

Hameln (HW). Um die Besucher des Werders künftig vor alkoholisierten, pöbelnden und teilweise auch randalierenden Jugendlichen zu schützen, will die Stadt die Betroffenen „mit bestimmten Projekten abholen und an städtische Einrichtungen heranführen“, wie Christian Bode gestern vor dem Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales erklärte. Der Verwaltungsmitarbeiter verwies dabei auf bereits stattgefundene Gespräche mit dem Landkreis und der Sozialraumarbeitsgemeinschaft Mitte. Allerdings betonte Bode auch, dass nach Rücksprache mit der Polizei Weser-Promenade und -Insel nicht als sozialer Brennpunkt gelten: „Und das entspricht auch unserer Beobachtung.“ Da sei der Innenhof der Sparkasse Weserbergland ein akuteres Problem.

veröffentlicht am 04.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 16:41 Uhr

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Insbesondere im vergangenen Jahr hatte es auf dem Werder wiederholt Ärger gegeben, weil sich Besucher des dortigen Biergartens von alkoholisierten Jugendlichen belästigt fühlten. Rufe nach mehr Sicherheit wurden laut, und die CDU hatte Tore für die Weser-Insel gefordert. „Tore sind aber keine Lösung. Sie würden allenfalls das Problem verlagern“, sagte Bode. „Der Stein ist durch die Gastronomie ins Rollen gekommen“, erinnerte CDU-Fraktionschef Claudio Griese. Die Pächterin der Insel-Gastronomie habe Veränderungen gefordert und eine finanzielle Beteiligung in Aussicht gestellt, sei aber inzwischen von diesem Vorhaben wieder abgerückt. Auch Bode bestätigte, dass seitens der Pächterin derzeit kein Gesprächsbedarf bestehe, kündigte jedoch an: „Wir werden uns weiter um die Situation kümmern.“ Im Frühjahr sollen weitere Gespräche mit den Jugendlichen geführt werden.

Kirsten Marten sprach von einer unehrlichen Diskussion. „Wir reden hier über einige Jugendliche, die Wein oder Bier trinken. Und auf der anderen Seite besuchen Hunderte das Werder, um Alkohol zu verzehren. Es geht nicht an, dass wir uns hier auf wenige Jugendliche beschränken und das gesellschaftliche Problem ignorieren“, erklärte die Sozialdemokratin. „Es geht nicht nur ums Trinken, sondern um das Benehmen und die Pöbeleien, was sich immer mehr zugespitzt hat“, konterte Griese. Skeptisch zeigte sich Christa Bruns: „Wir werden es nicht ändern können. Das ist ein gesellschaftliches Problem.“ Laut Bode will die Stadt nun mit dem Landkreis vereinbaren, „wer sich wann, wo und wie auf dem Werder blicken lässt, und wer welches Angebot macht“.

Soll kein Tummelplatz für alkoholisierte und pöbelnde Jugendliche sein: Das Werder.

Foto: Dana



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