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Es fehlt an Geld und Nachfrage

Stadt will kein zusätzliches Gründerzentrum

HAMELN. Die Stadt sieht keinen Bedarf für ein weiteres Gründerzentrum in Hameln. Die Politik hatte die Verwaltung beauftragt, die Umsetzung eines Gründer- und Innovationszentrums auf dem Gelände des Bailey- oder Gundolph-Parks am Reimerdeskamp zu prüfen.

veröffentlicht am 07.02.2018 um 12:38 Uhr
aktualisiert am 07.02.2018 um 13:30 Uhr

Ein Gründerzentrum im Gundolph-Park kommt für die Stadt zurzeit zwar nicht in Frage. Denkbar sei es aber, die dortigen Hallen an Existenzgründer zu vergünstigten Konditionen zu vergeben. Foto: Archiv/Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Der Antrag ging auf die FDP-Ratsfraktion zurück. Im Finanzausschuss konnten Verwaltungschef Claudio Griese und Wirtschaftsförderin Anja Sprich die Politik nun davon überzeugen, dass es dafür gegenwärtig sowohl an dem dafür nötigen Geld als auch an der entsprechenden Nachfrage mangele.

Das Bailey-Gelände komme gar nicht erst in Betracht, „da für diese großräumigen Lager- oder Produktionshallen eine Nachfrage aus der heimischen Wirtschaft bekannt ist und ein schneller Verkauf angestrebt wird“, heißt es vonseiten der Verwaltung. Platz böte sich daher nur im Gundolph-Park. Der Betrieb eines Gründerzentrums sei jedoch auch mit Kosten verbunden, die gedeckt werden müssten, gegebenenfalls mit städtischen Mitteln. „Dies ist vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Haushaltslage nur schwer vorstellbar“, heißt es in der Begründung der Verwaltung. Auch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Hameln-Pyrmont rate „von der Errichtung eines neuen Gründerzentrums aufgrund mangelnder Nachfrage zum jetzigen Zeitpunkt ab“. Ebenfalls ablehnend stehe die Kreishandwerkerschaft einem neuen Gründerzentrum gegenüber. In den nächsten zehn bis 15 Jahren würden etwa 25 Prozent der Betriebe in der Region altersbedingt schließen. Der Fokus solle daher vor allem auf das Thema „Nachfolge“ gerichtet werden. Die NWDH Holding AG, die in Kooperation mit der kommunalen Wirtschaftsförderung das bereits bestehende Innovations- und Gründerzentrum am Hefehof betreibt, sieht immerhin einen zusätzlichen Bedarf an Raum für Werkstätten und Lager.

Stadt und Politik wollen auf dem Gundolph-Gelände einen allgemein nutzbaren Gewerbepark einrichten, der aber auch für Existenzgründer offen stehen soll.

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