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Aber: Weitere Entscheidungen in Hameln verschoben / Künftig ein Beauftragter an jeder Schule?

Stadt und Kreis für Inklusion gerüstet

Hameln (HW/joa). Mit der Änderung des niedersächsischen Schulgesetzes und der Einführung der inklusiven Schule sind die öffentlichen Schulen vom 1. August 2013 an verpflichtet, allen Schülern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu ermöglichen. Erziehungsberechtigte mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung erhalten das Wahlrecht, ob ihr Kind die allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen soll.

veröffentlicht am 19.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:21 Uhr

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Bei den Förderschwerpunkten „Hören“, „Sehen“, „Sprache“, „emotionale und soziale Entwicklung“, „geistige Entwicklung“ und „Lernen “ würde an den Grundschulen und weiterführenden Schulen der Stadt Hameln vom kommenden Schuljahr an der sonderpädagogische Bedarf erfüllt, erklärte Andreas Breitkopf seitens der Verwaltung vor dem Ausschuss für Kindertagesstätten, Schulen und Sport. Für diese Förderschwerpunkte sei es deshalb nicht notwendig, inklusive Schwerpunktschulen einzurichten.

Für den Förderschwerpunkt „körperliche und motorische Entwicklung“ sollen nach Vorschlägen der Verwaltung vom 1. August 2013 bis zum 31. Juli 2018 für den Sekundarbereich folgende weiterführende Schulen als inklusive Schwerpunktschulen bestimmt werden:

Albert-Einstein-Gymnasium, Grund- und Oberschule Pestalozzi-Schule,

Theodor-Heuss-Real- schule,

IGS Hameln.

Für den Primarbereich soll die Verwaltung ermächtigt werden, bis zu drei städtische Grundschulen in noch vorzunehmender Abstimmung mit den Schulleitungen als inklusive Schwerpunktschule zu bestimmen. Eine Entscheidung allerdings wollten die Ausschussmitglieder noch nicht fällen. Sie monierten, dass die Verwaltungsvorlage zu kurzfristig zugestellt worden sei. Der Beschluss soll nun im Verwaltungsausschuss hinter verschlossenen Türen gefasst werden. Bis dahin wollen die Fraktionen die Zeit zu Beratungen nutzen.

Vom Schuljahr 2013/14 an muss auch der Landkreis inklusive Beschulung anbieten. Dafür ist erforderlich, dass die Strukturen der 15 kreiseigenen Schulen grundlegend verändert werden – sowohl was das bauliche als auch, was das inhaltliche Konzept angeht. Das Thema „inklusive Schule“ stellt daher einen Schwerpunkt der Sitzung des Schulausschusses dar, der am morgigen Dienstag, ab 14.30 Uhr, in der Schule am Kanstein in Lauenstein tagt.

Das Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule verfolgt das Ziel, dass Schüler mit und ohne Behinderung ab 2018 an jedem Lernort gemeinsam unterrichtet werden können und sollen. Um diese Neuausrichtung vorzubereiten, hatte der Kreisausschuss bereits beschlossen, ein Forum „Inklusion im Landkreis Hameln-Pyrmont“ einzurichten. 15 000 Euro waren dafür in diesem Jahr zur Verfügung gestellt worden. Mittel in gleicher Höhe, so hat die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Piraten jetzt beantragt, sollen auch im Haushalt 2013 bereitgestellt werden. Mit dem Geld sollen Vorträge und Fortbildungen finanziert werden, um die Öffentlichkeit über das Thema Inklusion zu informieren. Das Forum hat vorgeschlagen, an jeder Schule im Landkreis einen Inklusionsbeauftragten zu benennen; um die Umstellung zu begleiten und Ansprechpartner für Probleme zu sein. Außerdem sollen sie für Informationsaustausch zwischen Lehrern, Eltern, Schülern und dem Forum sorgen.

Gemeinsamer Unterricht für Schüler mit und ohne Behinderung: Zum nächsten Schuljahr wird in Niedersachsen die inklusive Schule eingeführt.

Foto: dpa



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