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Hinweise aus dem Leser-Telefon

Stadt teilt Bedenken über Verkehrssituation nur bedingt

HAMELN. Im zweiten Teil des Lesertelefons geht es um eine brenzlige Verkehrssituation im Bereich der Baustelle am Schulzentrum Nord und noch mal um die Namensfindung für den Bildungs- und Gesundheitscampus.

veröffentlicht am 16.12.2021 um 07:00 Uhr

16. Dezember 2021 07:00 Uhr

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HAMELN. Im zweiten Teil des Lesertelefons geht es um eine brenzlige Verkehrssituation im Bereich der Baustelle am Schulzentrum Nord und noch mal um die Namensfindung für den Bildungs- und Gesundheitscampus.

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Hat sich unterhalb der Knabenburg ein verkehrlicher Gefahrenschwerpunkt gebildet? Wolfgang Barnett aus Hameln macht dort gleich mehrere verkehrstechnisch kritische Gegebenheiten aus. Im Bereich der Baustelle sei es für Fußgänger teilweise gfährlich. Insbesondere Schüler liefen des Morgens ab 7.30 Uhr in größeren Gruppen von der Fahlte aus kommend über die Straße Am Schöt in Richtung Schule. Das Problem: Dort gebe es weder Zebrastreifen noch Fußgängerampel; gleichwohl aber eine Ampel für Autos, sodass vor allem in der Grünphase die Gefahr bestehe, dass von Schöt/Knabenburg kommende Autofahrer die Schüler übersähen. Ein Zebrastreifen gebe es erst etwa 50 Meter Am Schöt aufwärts, der werde aber nicht genutzt, führt Barnett aus. Gedenkt die Stadt, dort entschärfend einzugreifen? Und welche Verkehrslösung ist dort langfristig geplant?

„Wir betreiben aber keine Verkehrserziehung!“

„Die Verkehrslösung ergibt sich, wenn die Baustelle dort komplett fertig ist“, antwortet Stadtsprecherin Janine Herrmann auf Anfrage. Zu der besagten Stelle müsse man wissen, „dass die Stadt Hameln ihrer Verkehrssicherungspflicht überall nachgekommen ist“. Die Kollegen hätten abgesperrt, ausgeschildert und sichere Überwege geschaffen. „Wir betreiben aber keine Verkehrserziehung!“, stellt die Sprecherin klar. „Wenn die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer diese Beschilderung und die Ampelanlage ignorieren, dann sind uns auch die Hände gebunden.“ So hätte nicht nur Wolfgang Barnett, sondern durchaus auch die städtischen Mitarbeiter beobachtet, dass einige Schüler von der Ersatzhaltestelle an der Fahlte nicht den gesicherten Fußweg über die Fußgängerampel an der Fahlte und die genannten markierten Fußgängerüberwege in der Straße Am Schöt nutzten, sondern den kürzesten Weg wählten. Auch Radfahrer führen im Übrigen ohne Beleuchtung durch diesen Bauabschnitt und gefährden sich und andere.

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„Die Situation wird sich in diesem Bereich zeitnah entspannen“

„Was soll die Stadt also noch anderes machen, als die Verkehrssicherung nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) und darauf zu vertrauen, dass alle oder die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer, die sich im öffentlichen Raum bewegt, auch die gültige StVO kennen?“, so Herrmann. „Wir können dort nicht den ganzen Tag jemanden abstellen, der den Abschnitt kontrolliert.“ Es müssten alle Verkehrsteilnehmer achtsam fahren, gehen, bremsen oder laufen. „Die Situation wird sich in diesem Bereich zeitnah entspannen und die Straße wieder freigegeben werden, da wir gut im Zeitplan liegen“, sagt sie. „Eventuell schon nächste Woche.“

Leser Barnett meint zudem, dass die „kürzlich“ aufgestellten Glascontainer an der Gabelung Am Schöt/Knabenburg die Sicht versperrten, sodass Fußgänger von Autofahrern, die von oben kommen, leicht übersehen würden. Dazu die Sprecherin: „Die Glascontainer stehen dort bereits seit März, bisher gab es nie Beschwerden, und die Kollegen, die immer wieder vor Ort sind, können diesen Eindruck auch nicht bestätigen.“ Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen seien, „wahrscheinlich im Januar“, würden die Container an ihren ursprünglichen Standort auf dem Parkplatz Basbergstraße zurückgesetzt.

Ada Lessing als Name für Linsingen-Gelände „nicht gut“

Malte Offensand aus Hameln findet den für den Bildungs- und Gesundheitscampus auf dem ehemaligen Gelände der Linsingen-Kaserne angedachten Namen „Ada Lessing“ nicht gut. „Wir als Bewohner der Lessingstraße haben die Befürchtung, dass Briefe und Pakete falsch zugestellt werden“, sagt er. „Daher sind wir gegen den Namen Ada Lessing und würden einen anderen Namen befürworten.“



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