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Politik will auf ehemaligen Briten-Geländen Jungunternehmer fördern

Stadt soll Weg für Gründerzentrum ebnen

HAMELN. Die vorhandenen Hallen auf den ehemaligen Briten-Geländen am Reimersdeskamp haben nach Ansicht der Hamelner Politik ideale Voraussetzungen, um jungen Unternehmern und Existenzgründern als Standort zu dienen. Die Stadt, so der Auftrag der Politik, soll die Planungen für ein Gründer- und Innovationszentrum auf dem sogenannten Bailey Park oder dem gegenüberliegenden Gundolph Park in die Wege leiten.

veröffentlicht am 09.08.2017 um 18:59 Uhr

In den ehemaligen Fahrzeughallen der britischen Armee am Bailey Park könnte nach Willen der Hamelner ratspolitik ein Gründer- und Innovationszentrum eröffnet werden. Foto: wal
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Das haben die Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsausschuss gestern einstimmig beschlossen. Der nun folgende Prüfauftrag an die Verwaltung geht auf die Initiative der FDP-Fraktion zurück.

Wie denn die Tendenz der Verwaltung in Richtung Gründerzentrum sei, wollte denn Hans Wilhelm Güsgen (FDP) von Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) wissen. „Neutral“, antwortete Griese.

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Die Vorteile für Existenzgründer

In einem Gründerzentrum werden junge Unternehmen so gefördert, dass sie sich ohne die Sorge um einen eigenen Standort ganz der Entwicklung ihrer Geschäftsidee widmen können. Die Idee entstand 1959 in New York. Das erste Gründerzentrum in Deutschland wurde 1983 in Berlin gestartet. Die wichtige Funktion eines Gründerzentrums ist die Bereitstellung von Geschäftsräumen, oft zu einer günstigeren Miete als üblich. Daneben bieten Gründerzentren auch Dienstleistungen wie eine Internet-Anbindung, Beratung und den Austausch mit anderen Projekten. Träger sind meist Kommunen, Wirtschaftsverbände oder auch private Unternehmen. Weltweit existieren inzwischen über 10 000 Gründerzentren, allein in Deutschland wird die Zahl auf rund 500 geschätzt. dpa/red

Überschwängliche Begeisterung klingt anders, aber der Verwaltungschef nannte auch seine Gründe: „Wenn wir derartiges anschieben wollen, brauchen wir eine Konstruktion.“ Damit meint Griese die Infrastruktur, die für Gründerzentren gewöhnlich bereitgestellt werden: beispielsweise günstige Mieten, Coaching für die Jungunternehmer, Büroservice oder Fördermittelberatung. Derzeit hapere es an dieser „Manpower“, wie der Oberbürgermeister es ausdrückte. „Da sehe ich im Moment Grenzen.“

Doch schon 2014 habe es Überlegungen seitens der Stadt gegeben, gemeinsam mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont ein Handwerks- und Gründerzentrum auf einem der ehemaligen Briten-Gelände aufzubauen. Dann aber kam die Flüchtlingskrise, sagt Griese, danach folgten Überlegungen, auf den Truppenplätzen eine Schule zu errichten. Infolgedessen schliefen die Planungen ein.

Die Politik drängt nun auf einen neuen Versuch. Im Rahmen der Wirtschaftsförderung in der Stadt sei es zumindest sinnvoll, den Bedarf an Infrastruktur für junge Unternehmer auszuloten, heißt es.

Mein Standpunkt
Lars Lindhorst
Von Lars Lindhorst

Aus Garagen heraus sind Unternehmer schon zu den reichsten Männern der Welt geworden. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass aus den Briten-Hallen ein zweiter Senkrechtstarter wie Microsoft-Gründer Bill Gates emporklimmt. Jeder Existenzgründer aber, der auf Rat und Hilfe setzen kann, hat gute Aussichten darauf, zu wachsen. Ein langer Weg allerdings, auf dem sich die Unterstützung nicht plötzlich in Luft auflösen darf.



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