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Wieder wildes Parken am Wochenende auf dem Rathausplatz / Haben Fahrer Flatterband abgeknotet?

Stadt sieht sich mit ihrem Latein am Ende

Hameln (CK). Karl Zahn aus Hameln ist sauer. Er ärgert sich darüber, dass er 30 Euro für zwei Stunden Parken bezahlen soll. Wildes Parken allerdings. Denn Zahn hatte anlässlich des Herbst- und Bauernmarktes am vergangenen Wochenende sein Auto auf dem Rathausplatz abgestellt, um in die Stadt zu gehen. Und wurde dafür seitens der Stadt verwarnt.

veröffentlicht am 03.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 17:41 Uhr

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Eigentlich, so Zahn, habe er die Tiefgarage benutzen wollen. Nur sei die leider besetzt gewesen. Also sei er anderen Fahrzeugen gefolgt und habe sich wie etliche weitere auch auf den Rathausplatz gestellt, zumal er kein Verbotsschild gesehen habe. Dass er sich um die Zahlung nicht drücken könne, sei ihm bewusst, ärgerlich findet Zahn das Ganze trotzdem und fühlt sich damit in guter Gesellschaft von Hameln-Besuchern, die „alle geschimpft“ hätten.

„Wir sind langsam mit unserem Latein am Ende“, kommentiert ein Stadt-Sprecher den Vorgang. Am vergangenen Sonntag habe man eigens Sperrbaken aufgestellt und zwischen der bereits vorhandenen Schranke und den Lampen rechts und links rot-weißes Flatterband gezogen, damit kein Autofahrer unabsichtlich in eine Falle tappe. Das Schild „Fußgängerzone“, das auf dem Rathausplatz steht, könne ja schon mal übersehen werden, glaubt der Sprecher. Um wilde Parker abzuschrecken, sollten nach seiner Ansicht aber die getroffenen Maßnahmen ausreichen, zumal Autofahrer, die trotzdem ihren Wagen auf dem Platz abgestellt hatten, erst mal das Flatterband hätten abknoten und anschließend wieder befestigen müssen. Und bis Dienstag sei die rot-weiße Absperrung noch vorhanden gewesen.

Was bei größeren Veranstaltungen immer wieder zu beobachten ist: Das wilde Parken entwickelt irgendwann eine Eigendynamik. „Stehen erst ein oder zwei Autos, folgen ganz schnell weitere. Denn die meisten glauben, dass ja nicht verboten sein kann, was so viele machen“, so der Sprecher. Überlegungen, den Platz am Herbstmarkt für Parker freizugeben, gab es im Rathaus nicht – Parken ist hier nur an den vier Adventssonntagen, den Samstagen davor (ab mittags) und an Fronleichnam gestattet. Künftig jedenfalls, so der Stadt-sprecher, werde man auch noch sogenannte „Hamburger Gitter“ aufstellen.

Die Schranke sperrt den Rathausplatz nur unzureichend ab. Künftig sollen hier noch Gitter installiert werden.

Foto: Wal



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