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Konzept zur besseren Auslastung der Parkhäuser / Stellflächen für Anwohner sollen ausgeweitet werden

Stadt plant Verdopplung von Parkgebühren

Hameln (bha). Die Zeiten, in denen Autofahrern das Parkplatzglück hold sein kann, wenn sie so zentral wie möglich und ohne zu bezahlen parken wollen, könnten bald vorbei sein. Dagegen werden die Anwohner einiger Straßen aufatmen: Ihnen könnten ebenso bald langersehnte Anwohnerparkplätze vor der Haustür beschert werden. Voraussetzung ist, dass Hamelns Politiker dem neuen Parkraumkonzept zustimmen. Heute Nachmittag wird es erstmals öffentlich im Umweltausschuss vorgestellt.

veröffentlicht am 26.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:21 Uhr

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Ziele der Vorschläge sind laut Verwaltung, den Parksuchverkehr zu reduzieren und die Parkhäuser, die von den Stadtwerken Hameln betreut werden, besser auszulasten. Erreicht werden soll das, indem die Gebühren, die auf Plätzen außerhalb der Häuser zur Verfügung stehen, angehoben und teurer werden, als es die überdachten sind. Außerdem soll die Anzahl der Plätze im gesamten Untersuchungsraum schrittweise reduziert werden, zunächst jedoch nur um 30 insgesamt. Das Angebot kostenfreier Stellplätze wird zudem verknappt. Die Planungsgemeinschaft Verkehr aus Hannover, die von der Stadtverwaltung mit der Untersuchung und der Konzepterstellung beauftragt worden war, schlägt insgesamt vier Bausteine vor, die zum Ziel führen sollen.

Zum Baustein eins gehört die Einteilung des untersuchten Gebietes in drei Zonen, in denen unterschiedliche Parkbedingungen herrschen sollen. Zone 1 ist der Bereich der Altstadt innerhalb der Wälle. „Hier wird das Parken am Straßenrand zukünftig auf 30 Minuten begrenzt“, heißt es in dem Kurzkonzept. In der Zone 2 (dem inneren Altstadtring etwa zwischen Wall und Stadt-Hamel) soll die maximale Parkdauer 60 Minuten betragen. In beiden Zonen soll es ausschließlich kostenpflichtige Parkflächen geben. Zur Zone 2 wird auch der Bereich um die Bahnhofstraße gezählt. „Alle Stellplätze der Zonen 1 und 2 werden zukünftig finanziell bewirtschaftet“, Nur in Zone 3 (alle anderen Bereiche) darf dann noch mit wenigen Ausnahmen zeitlich unbegrenzt und unentgeltlich geparkt werden.

Der zweite Baustein betrifft die Preisunterschiede zwischen Parkhäusern und sogenannten Straßenrandstellplätzen. Laut der Untersuchungsergebnisse sind die Parkhäuser nur unzureichend ausgelastet und sollen über einen Preisvorteil attraktiver werden. Dafür ist geplant, die derzeit gültigen Gebühren auf den Straßenrandstellplätzen in den Zonen 1 und 2 zu verdoppeln. In Zone 1 kosten 30 Minuten dann einen Euro, und in Zone 2 wird für eine Stunde ein Euro fällig. Damit würde halbstündiges Parken in Zone 1 künftig 50 bis 60 Cent mehr kosten als im Parkhaus; in der Zone 2 wären es maximal 10 Cent mehr, und 20 Cent mehr für 60 Minuten. In den meisten Fällen würde das Gebührenniveau außerhalb „deutlich höher“ als in den Parkhäusern; an einigen Stellen bis zu 250 Prozent. Sollte nach einiger Zeit festgestellt werden, dass die Auslastung weiterhin unbefriedigend ist, soll an dieser Stellschraube weiter gedreht werden.

Der dritte Baustein befasst sich mit der Anpassung der Gebühren in den Parkhäusern. Ihnen wird ein halbstündiger Abrechnungszeitraum empfohlen, gegebenenfalls eine tarifliche Angebotsverbesserung und eine bauliche Aufwertung.

Baustein Nummer dient dazu, den Bewohnern der Innenstadt das Leben zu erleichtern. „Eine deutlich stärkere Ausweisung von Bewohnerparkplätzen“ ist vorgesehen, vor allem in der Zone 2. Als Beispiel dient die Waterloostraße, in der kostenpflichtige wie Anwohner-Parkplätze vorhanden sind. Im Bereich der Königstraße sollen die Lücken in den bestehenden Abschnitten fürs Anwohnerparken geschlossen werden und ebenfalls den dortigen Mietern und Eigentümern vorbehalten sein.

Zusätzliche Empfehlungen werden abgegeben unter anderem für den Kopmanshof: Eine Konzentration des Parkens auf das Parkhaus wird angestrebt, und die bislang öffentlichen Stellplätze im Straßenzug sollen nicht mehr als Parkflächen zur Verfügung stehen. An der Bahnhofstraße solle die Brötchentaste kritisch hinterfragt werden, weil sie zu Einnahmeverlusten führe und zugunsten der Mitarbeiter am Sana-Klinikum müsse die Kooperation zwischen Sana und den Stadtwerken als Betreiber des Rondell-Parkhauses verbessert werden. Das Hannoveraner Büro rät der Stadt zudem, die Bezahlung fürs Parken per Handy einzuführen, die Installation eines einheitlichen Parkleitsystems voranzutreiben und die Bezahlung an Parkautomaten mit unterschiedlichen Münz-Kombinationen zu sichern. Kostenlos gibt es eine Umsetzung der empfohlenen Änderungen nicht: Die vorgelegte Kostenschätzung beinhaltet die Summe von 53 200 Euro, die vor allem für die Kennzeichnung der Bewohnerparkbereiche und das Aufstellen von Parkscheinautomaten anfielen.

In drei Zonen wurde die Innenstadt inklusive Klütviertel eingeteilt. Rund 60 Prozent der Parkplätze am Straßenrand sind bislang weder finanziell noch zeitlich bewirtschaftet. Das soll sich mit Umsetzung des neuen Verkehrsentwicklungsplanes ändern. Grafik: Stadt Hameln/Wal



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