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86 Bewerber für 20 Bauplätze / Verkehrsproblematik auch Thema beim Bürgerforum

Stadt nimmt Stellung zur Entwicklung des Klütviertels

HAMELN. „Danke für die Anregung, wir werden uns darum kümmern“, war einer der meistgesagten Sätze am Mittwochabend beim Bürgerforum im Klütviertel. Der Abend, so Oberbürgermeister Claudio Griese in seinem Schlusswort, habe gezeigt, wie gut und wichtig es sei, mit den Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen.

veröffentlicht am 01.02.2019 um 07:00 Uhr
aktualisiert am 06.02.2019 um 10:10 Uhr

„Wohnen am Rennacker“ – ein Thema, zu dem Hamelns Erster Stadtrat Hermann Aden (v. li.), Oberbürgermeister Claudio Griese, Stadträtin Martina Harms und Stadtsprecher Thomas Wahmes Auskunft erteilten. Foto: hek

Autor:

Henner E. Kerl
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Dieses Fazit des Oberbürgermeisters kann durchaus für alle Bürgerforen stehen. Denn die Veranstaltungsreihe der Stadtverwaltung stieß auf insgesamt erstaunlich gute Resonanz. Auch beim fünften und damit vorerst letzten Bürgerforum: Gut 150 Bürger nutzten in der Aula der Theodor-Heuss-Realschule die Gelegenheit, mit der Verwaltungsspitze ins Gespräch zu kommen, sich über die aktuellen Planungen und Projekte in ihrem Klütviertel zu informieren, Wünsche und Anregungen zu äußern und auch ihrem Ärger Luft zu machen.

In der vom städtischen Pressesprecher Thomas Wahmes moderierten gut zweistündigen Veranstaltung standen Bauvorhaben und Verkehrsprobleme im Mittelpunkt. Dabei stieß das geplante Neubaugebiet am Rennacker auf positive Resonanz: Für die rund 20 Bauplätze gibt es bereits 86 Bewerber. „Wir würden gerne ein weiteres Baugebiet dort ausweisen“, machte Hamelns Erster Stadtrat Hermann Aden deutlich, doch das angrenzende Areal sei noch als Überschwemmungsbereich ausgewiesen.

Weit problematischer gestaltet sich die Planung einer Wohnanlage am Pflümerweg. Sie hat die Gründung einer Bürgerinitiative hervorgerufen. Die Initiative befürchtet, die vier vorgesehenen mehrgeschossigen Stadthäuser mit insgesamt 38 Wohnungen würden eine Verschattung sowie einen Wertverlust benachbarter Immobilien, dazu ein Verkehrschaos zur Folge haben. Aden versuchte, die Anlieger zu beruhigen. Die ursprünglichen Planungen würden nicht realisiert, die Häuser nicht so hoch gebaut. Endgültiges aber müssten erst die Gespräche mit den Investoren ergeben. „Wir nehmen Ihre Bedenken sehr ernst“, unterstrich Aden.

Tief in die Tasche müsse nach Angaben des Stadtbaurats Hameln greifen, um die Baumängel und technischen Probleme in der Theodor-Heuss-Realschule und in der Klütschule zu beheben. Wie hoch die notwendige Investition in Brandschutzmaßnahmen, Schadstoffbeseitigung und in die Erneuerung der Elektrik und der technischen Anlagen sei, könne noch nicht genau beziffert werden. Man müsse aber von drei bis vier Millionen Euro ausgehen. Während die Arbeiten in und an der Realschule 2020 beginnen und etwa drei Jahre andauern sollen, stehen sie an der Klütschule bereits für dieses Jahr an.

Wie eng die Bauvorhaben auch mit den Verkehrsproblemen zusammenhängen, machte die Diskussion deutlich. Schon jetzt sei der Parkraum im Klütviertel überaus knapp. Das müsse unbedingt bei allen Projekten berücksichtigt werden. Fast noch gravierender aber sei die Rücksichtslosigkeit vieler Autofahrer. Überhöhte Geschwindigkeiten müssten mehr Kontrollen zur Folge haben und neue Verkehrsführungen beispielsweise durch Einbahnstraßenregelungen könnten verhindern, dass Wohnstraßen nicht in der Hauptverkehrszeit als Abkürzungen genutzt werden.

Rundum positive Perspektiven offenbarte Martina Harms. Die Stadträtin, im Rathaus für alles verantwortlich, was mit den Themen Bildung, Kultur und Jugend zu tun hat, stellte das geplante Schülerforschungszentrum vor, das im ehemaligen Hausmeisterhaus der Klütschule eingerichtet werden soll.

Interessierte Mädchen und Jungen können hier in den Bereichen Mathematik, Informationstechnik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) abseits des Schulunterrichts an Kursen teilnehmen. In der Pilotphase startet das Schülerforschungszentrum zunächst mit bis zu 80 Schülern und Lehrern von sechs Kooperationsschulen. Wann die Pilotphase beginnt, so Harms, sei noch unklar. Zunächst müsse die Finanzierung stehen und das Haus entsprechend umgebaut werden.

Zufrieden zeigte sich die Stadträtin auch mit dem Kinderbetreuungsangebot und hier vor allem mit der Entwicklung des Bildungshauses, das sein Domizil unter einem Dach mit der Grundschule hat und in deren Kindertagesstätte bis zu 75 Kids in einer Krippen-, einer Halbtags-, einer Ganztags- und einer Kleingruppe (Nachmittagsbereich) betreut werden. Das Angebot werde zudem von der Kita Klütstraße (Struwelpetra) mit zwei 25 Mädchen und Jungen starken Gruppen ergänzt.



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