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Stadt nimmt ihre Gebäude unter die Lupe

veröffentlicht am 25.02.2011 um 19:06 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (HW). „Es gibt heute Schadstoffe, die noch nicht verboten sind, von denen man aber weiß, dass sie schädlich sind“. Mit diesen Worten alarmierte Wolfgang Kaiser die Mitglieder des Bauausschusses. Die Stadt werde daher noch einmal alle öffentlichen Gebäude in Augenschein nehmen, bei Verdacht Untersuchungen einleiten und gegebenenfalls unverzüglich mit einer Sanierung beginnen.

 

30 500 Euro sind für die Begehung der 152 städtischen Objekte veranschlagt – inklusive Gutachterkosten, da diese Überprüfung nicht von städtischem Personal geleistet werden könne. „Ich hoffe, dass wir nichts mehr finden. Denn wenn wir etwas finden, wird es teuer. Aber wir gehen das Thema an“, sagte Kaiser und kündigte der Politik einen Gesamtüberblick zum Jahresende an.
Der Fachbereichsleiter Planen und Bauen beantwortete damit eine Anfrage der Mehrheitsgruppe zur Schadstoffbelastung städtischer Immobilien. SPD, FDP und Grüne wollten nach dem Vorfall im Rattenfängerhaus wissen, ob nach den Kindergärten und Schulen auch Schadstoffmessungen in den Innenräumen anderer öffentlicher Liegenschaften mit anschließender gesundheitlicher Bewertung stattgefunden haben und ob der Immobilienbestand der Hamelner Wohnungsbaugesellschaft (HWG), ein Tochterunternehmen der Stadtwerke, ebenfalls auf Schadstoffbelastungen überprüft worden sei. „Bei der HWG ist alles unbedenklich“, versicherte Baudezernent Eckhard Koss.

Kaiser erinnerte daran, dass nach Bekanntwerden von Schadstoffbelastungen im Jahr 2005 umfangreiche Untersuchungen eingeleitet worden seien. „Es wurden Kindergärten, Schulen, Sporthallen, Hallenbad, Freizeitheime, Feuerwehrgebäude und sonstige öffentliche Einrichtungen begangen. Insgesamt handelte es sich um 86 Objekte des aktuellen Gebäudebestandes“, erklärte er.

Nun sei geplant, alle in der Vergangenheit nicht überprüften Gebäude unter die Lupe zu nehmen und bei Auffälligkeiten weitergehend zu untersuchen. Auch die bereits überprüften Immobilien sollen ein weiteres Mal in Augenschein genommen werden. „Grundsätzlich liegen heute über Innenraumschadstoffe umfangreichere Erkenntnisse vor als noch 1995. Damals wurde vor allem auf die Holzschutzmittel PCP und Lindan sowie auf Formaldehyd geachtet“, so Kaiser.



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