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„Fliegenpilz“ darf nicht auf dem Tönebönplatz gastieren – und fühlt sich schikaniert

„Stadt legt Zirkussen Steine in den Weg“

Hameln (nm). Der traditionelle Zirkusplatz der Stadt ist für viele Hamelner der Tönebönplatz am Weserbergland-Stadion. Doch offenbar fällt es Zirkussen gar nicht so leicht, eine Zusage zur Nutzung des Areals zu bekommen. Das berichten zumindest Mitarbeiter des „Circus Fliegenpilz“ aus Esperde. Dieser musste letztendlich mit einem anderen Platz vorlieb nehmen.

veröffentlicht am 21.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:41 Uhr

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Man habe sich gezwungen gesehen, auf das Gelände an der Klütstraße auszuweichen, da dieses privat vom Schützenverein vermietet werde und nicht von der Stadt. „Der Platz ist jedoch bei Weitem zu klein. Ein größerer Zirkus kann dort überhaupt nicht gastieren“, sagt Bodo Hölscher vom „Fliegenpilz“.

Beim Zirkus stößt es nun auf Unverständnis, dass man auf dem nach ihrer Darstellung eigentlich zu kleinen Schützenplatz gastieren muss, während der Tönebönplatz leersteht. Schließlich sei dieser doch ursprünglich als Zirkusplatz vorgesehen gewesen. Die Bedingungen dort wären perfekt: Es gebe genügend Platz, auch für einen großen Zirkus, und ausreichend Anschlüsse für Wasser und Strom. Dennoch weigere sich die Stadt, dort einen Zirkus zuzulassen.

„Man hat unseren Zirkus bereits mehrmals mit verschiedenen Argumenten abgewiesen; der Platz wäre bereits durch andere Veranstaltungen ausgebucht oder werde gerade anderweitig gebraucht“, so Hölscher. Am Ende habe die Empfehlung gestanden, beim Schützenverein nach dem Gelände an der Klütstraße zu fragen.

Laut Thomas Wahmes, Pressesprechers der Stadt Hameln, ist der Tönebönplatz jedoch keineswegs als reiner Zirkusplatz vorgesehen – und könne deshalb auch nicht ausschließlich von solchen genutzt werden: „Der Platz ist zu verschiedenen Terminen im Jahr fest gebucht.“ Hier finden eine Frühjahrs- und eine Herbstkirmes sowie die Abi-Fete der Hamelner Gymnasien statt. Am kommenden Samstag werde dort wieder ein Flohmarkt veranstaltet.

Bewerbungen zur Nutzung des Platzes werden von der Stadt entgegengenommen. Dabei seien Zirkusse ebenso zugelassen wie andere Veranstalter. „Wichtig ist eine fristgerechte Bewerbung. Für eine Nutzung im kommenden Jahr muss man sich bis spätestens Ende des laufenden Jahres bewerben“, sagt Wahmes. Im Fall des „Circus Fliegenpilz“ sei der Antrag schlicht zu spät gekommen und konnte nicht mehr berücksichtigt werden.

Hölscher möchte das jedoch nicht gelten lassen: Man habe sich bereits früher mehrmals in Hameln beworben und sei auch zu dieser Zeit abgewiesen worden.

Beim „Circus Fliegenpilz“ ist man sich sicher: Die Stadt legt ihnen und anderen Zirkussen Steine in den Weg. Traurige Konsequenz dieses Handelns sei die Tatsache, dass seit Jahren kein größerer Zirkus mehr in der Rattenfängerstadt zu Gast gewesen wäre. Diese hätten dort schlicht keinen Platz.

Ist auf dem Tönebönplatz kein Platz für Zirkusse? Foto: Dana



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