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Stadt kassiert über 100 Wahlplakate ein

veröffentlicht am 05.09.2011 um 18:21 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hamlen (ni). Wenn es um die Aufstellung ihrer Wahlplakate geht, legen die Parteien die dafür geltenden Vorschriften auch schon mal großzügig aus. Die Folge: Das Hamelner Ordnungsamt hat inzwischen mehr als 100 der auf stabile Pappe gezogenen Botschaften und Konterfeis einkassiert.

15 Regeln gilt es bei der Aufstellung oder beim Aufhängen von Wahlplakaten zu beachten. Nicht immer halten sich die Parteien daran. Sie  traktieren Baumstämme mit Draht  und missbrauchen Verkehrsschilder als Halterung; sie ignorieren vorgegebene Mindesabstände von der Bordsteinkante und versperren mit den Köpfen ihrer Kandidaten den freien Blick auf Einfahrten. 

Friedhelm Bollhorst,  Vorsitzender der Abteilung Mitte/Klüt des SPD-Ortsvereins Hameln und offensichtlich ein Mann mit Prinzipien, hat über die vielen Verstöße gegen die Richtlinien in seinem Viertel "tierisch aufgeregt" und das Ordnungsamt zum Handeln aufgefordert. Leidtragender war neben anderen der Landratskandidate und Bewerber der Unabhängigen um ein Mandat im Rat der Stadt Hameln, Hermann Schmidtchen. Die Aufräumaktion des Ordnungsamtes kostetet ihn sechs Wahlplakate und war ihm einen bösen Brief an den Hamelner SPD-Vorsitzenden Werner Sattler wert. Bei dem beschwerte sich Schmidtchen über den "ehrenamtlichen Plakatkommissar" Bollhorst, weil der mit seiner "theoretisch richtigen Auffassung von Recht" den für die kleineren Gruppierungen "ohnehin anstrengenden Wahlkampf" noch zusätzlich erschwere. Doch auch ohne Bollhorsts Intervention hat das Ordnungsamt schon Plakate abgenommen  -  "mehr als 100 und von allen Parteien", laut Hamelns Pressesprecher Thomas Wahmes. Was im Übrigen keine Besonderheit des aktuellen Kommunalwahlkampfes sei, sondern sich mit schöner Regelmäßgikeit bei jeder Wahl wiederhole.



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