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Dach undicht / Sonst droht Schließung

Stadt gibt Geld für Kita Feuergraben

Hameln (CK). Das Dach der Kindertagesstätte Feuergraben muss dringend saniert werden. Die Konstruktion stammt aus dem Jahr 1975, die Abdichtung weist Beulen und Blasen, Verwitterung und Moosbildung auf. Auch der Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit ist nicht mehr gegeben. Dies alles wissend, hat der Rat der Stadt einstimmig der Marktkirchengemeinde als Träger dieser Kita einen Festkostenzuschuss zur Sicherung der Bausubstanz in Höhe von 200 000 Euro zugesichert, die im Haushalt 2010 bereitgestellt werden sollen.

veröffentlicht am 04.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 02:21 Uhr

Yasir, Mika, Nele und Ruben (v.li.) beim Spielen in ihrer Kita.
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Dem Gebäude – es befindet sich im Eigentum der Kirchengemeinde – würde aufgrund der Baumängel letztlich die Schließung drohen, falls die Stadt Hameln die Kosten für die Dachsanierung nicht übernehmen sollte. Eine vollständige Verteilung der Kinder auf andere Einrichtungen sei aufgrund der großen Anzahl nicht möglich, hieß es in der Begründung. Zudem würde die Schließung dazu führen, dass sich die Zahl der Regelplätze im Stadtgebiet soweit reduzieren würde, dass der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz nicht mehr sichergestellt werden könnte. Die Gewährung eines Zuschusses sahen daher alle Politiker als unumgänglich an, zumal die Kirchengemeinde das ihr gehörende Gebäude mietfrei überlassen hatte.

Was hinzukommt: Trotz der Vielzahl der zu betreuenden Kinder und der ständig steigenden Anforderungen wie Elternarbeit oder Sprachförderung verfügt die Einrichtung nicht über einen zusätzlichen Raum für Gruppenarbeit oder Elterngespräche. Dieser Zustand, so hieß es im Rat, sei unbefriedigend und werde dem Anspruch an eine pädagogisch wertvolle Arbeit nicht mehr gerecht.

Die vorhandenen Gruppenräume begrenzen derzeit einen Innenhof, der durch eine Überdachung in einen vollwertigen Mehrzweckraum umgestaltet werden könnte. Die Kosten dafür betragen rund 30 000 Euro und sind in dem von einem Hamelner Architekten ermittelten Festkostenzuschuss von 200 000 Euro bereits enthalten. Eine finanzielle Beteiligung der Marktkirche, so war in mehreren Gesprächen zwischen dieser und Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann deutlich geworden, ist nicht mehr möglich.

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