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Oberbürgermeister Claudio Griese nimmt Kündigung zurück

Stadt arbeitet weiter mit dem Tierheim zusammen

veröffentlicht am 24.11.2014 um 11:56 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:30 Uhr

Hameln (red). Oberbürgermeister Claudio Griese hatte es bereits an seinem ersten Arbeitstag angedeutet, nun kann er es auch offiziell verkünden: Die Stadt wird bei der Unterbringung von Fundtieren weiter mit dem Hamelner Tierheim zusammenarbeiten. Einen entsprechenden Vertrag mit dem Tierschutzverein Hameln-Pyrmont und Umgebung e. V. hat der Rathauschef jetzt unterzeichnet. „Ich bin sehr glücklich, dass wir auch zukünftig einen guten und bewährten Partner an unserer Seite haben“, sagt Griese.

Das Thema hatte die Wellen hoch schlagen lassen: Wie konnte die Stadt den Vertrag mit dem Tierheim kündigen, ohne eine Alternative für die Unterbringung von Fundtieren zu haben? In Leserbriefen und bei Facebook äußerten viele Bürger ihre Kritik. Und auch Claudio Griese hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt Zweifel am bisherigen Vorgehen der Verwaltung geäußert. Die Kostensteigerung bei der Unterbringung von Fundtieren sei bekannt gewesen, und er könne „nicht nachvollziehen, warum der Vertrag aufgekündigt worden ist“.

Nun hat der OB das Ruder herumgerissen: Die Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein kann fortgesetzt werden. Dabei werde der aufgekündigte Vertrag wieder in Kraft gesetzt und um einige Punkte ergänzt, heißt es aus dem Rathaus. Konkret bedeutet das: Alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden zahlen jetzt einen Sockelbetrag an das Tierheim, um laufende Kosten abzudecken – unter anderem für einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst an 365 Tagen im Jahr. „Damit können die Kosten gerecht auf alle Schultern verteilt werden“, betont Griese. Darüber hinaus stellt das Tierheim – wie bereits in der Vergangenheit – die Betreuung abgegebener Fundtiere entsprechend der Aufenthaltsdauer in Rechnung.

Rathaus-Chef Claudio Griese dankt dem Tierschutzverein mit seinen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern für das große Engagement: „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Verein so sehr einbringt und für das Wohl der Tiere kämpft.“ Griese würdigt auch die Bereitschaft des Vereins, Fundtiere nach einem halben Jahr kostenlos in sein Eigentum zu übernehmen. Das sei ein „großes Entgegenkommen“. Laut Gesetz würden Fundtiere nach einem halben Jahr in das Eigentum der Stadt übergehen.



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