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In der nächsten Runde „Hameln 2030“ geht es um Fluss und Co.

Stadt am Wasser

veröffentlicht am 14.03.2016 um 20:59 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

Hameln. Mehrmals am Tag fahren viele Hamelner über die Weser. Manche schenken ihr keinen Blick, andere bewundern das Gewässer in seiner Wandlungsfähigkeit und Farbenpracht. Nur wenigen ist bewusst, dass ganze 335 Hektar des Hamelner Stadtgebiets von Wasser bedeckt sind. Denn nicht nur die Weser prägt das Ortsbild. Zu Hameln gehören auch zahlreiche Seen, Bäche und Flüsse. Hameln als Klein-Venedig also – aber ist Venedig nicht dem Untergang geweiht? Mit der Zukunft der Hamelner Gewässer befasst sich die mittlerweile vierte Podiumsdiskussion im Rahmen von „Hameln 2030“.

So wichtig die Weser für die Stadt ist, so groß ist eigentlich auch die Rolle der anderen Gewässer. Die Hamel und die Fluthamel ziehen sich mitten durch die Stadt, sind aber doch so versteckt, dass viele sie kaum wahrnehmen. Das Naturschutzgebiet Töneböns Teiche ist fast nur Vogelkundlern und anderen Naturfreunden bekannt. Fehlt also die prägende Verbindung zwischen den Hamelnern und ihren Gewässern? In der Podiumsdiskussion sollen diese und weitere Fragen geklärt werden.

Auch soll erläutert werden, ob die Weser, seit sie nicht mehr vorrangig als Arbeitsort genutzt wird, vielleicht an Bedeutung verloren hat. Denn auch wenn früher selbst kleinste Wasserläufe genutzt wurden, sind sie heute in den Hintergrund gerutscht. Manch einer mag sich vielleicht sogar an dem kleinen Bachlauf nahe des eigenen Grundstücks stören.

Prägte Hameln in vielerlei Hinsicht: die Weser.

Mit der modernen Bedeutung von Gewässern mitten in der Stadt setzt sich Prof. Irene Lohaus auseinander. An der Technischen Universität Dresden vertritt sie das Lehr- und Forschungsgebiet Landschaftsbau. Und obgleich sie in Dresden unterrichtet, hat sie sich intensiv mit der Situation in Hameln beschäftigt und Perspektiven für die Zukunft entwickelt. „So ist es für sie wichtig, die verschiedenen Wasserflächen in ein Gesamtkonzept einzubinden und damit wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Die Chancen, die die ehemals von den britischen Streitkräften genutzten Flächen an der Weser bieten, sind groß und vielversprechend“, heißt es in der Ankündigung des Vortrages. Auch den Hochwasserschutz sieht Lohaus als prägenden Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Konkrete Ideenskizzen von Lohaus sollen nach ihrem Vortrag gemeinsam mit den Gästen diskutiert werden können.

Zur Diskussion beitragen werden auch Karl-Friedrich Meyer, Landwirt in Tündern und Geschäftsführer der Tündernsee GmbH KG und Dietmar Meier vom Nabu Hessisch-Oldendorf. Meier begleitet die Umgestaltung eines von den Briten verlassenen Geländes, das künftig der Umweltbildung dienen soll. Des Weiteren wird auch Weserfischer Alexander Meyer vor Ort sein. Kurze Statements werden auch der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland (AdU) und ein Vorstandsmitglied des Rudervereins abgeben. So soll gewährleistet werden, dass das Thema Wasser aus vielen Blickwinkeln betrachtet wird. An die Diskussion soll sich später ein Empfang der Firma Baukmeier und der „Flotte Weser“ anschließen.red

Termin: Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 16. März, 19 Uhr, bei der Firma Otto Baukmeier an der Otto-Körting-Straße 3.



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