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Heute: Die chronische Leberentzündung Hepatitis C

veröffentlicht am 12.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 22:21 Uhr

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Michael B. aus Hameln fragt: „Mein Hausarzt hat bei mir eine Hepatitis C festgestellt. Ich habe seit Jahren eine Tätowierung am Oberarm. Kann ich mich dadurch angesteckt haben?“

Privatdozent Dr. Franz-Josef Vonnahme antwortet: Die chronische Leberentzündung Hepatitis C wird durch Viren vom Typ C hervorgerufen. Das Virus gelangt durch Kontakt mit infiziertem Blut in den Organismus. Dieses kann durch frühere Blutübertragungen, Operationsinstrumente, Nadeln von Drogenkonsumenten, aber auch durch Tätowiernadeln geschehen.

Und das funktioniert so: Das körpereigene Abwehrsystem versucht durch Bildung von Antikörpern das Virus unschädlich zu machen. Leider gelingt dieses nicht immer, sodass bei etwa 30 Prozent der Infizierten das Virus in der Leber bleibt, die dann über einen langen Zeitraum bis zu 30 Jahren langsam zerstört wird.

Im Raum Hameln infizieren sich jährlich etwa 30 bis 40 Menschen mit dem Virus. Die akute Virusinfektion verläuft ohne wesentliche Symptome. Sie wird oft gar nicht bemerkt. Bleibt das Virus im Körper, kommt es zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit – den typischen Symptomen einer chronischen Lebererkrankung. Der Arzt stellt bei einer Blutuntersuchung erhöhte Leberwerte fest, die Diagnose ergibt sich aus dem Nachweis von Hepatitis C Viren.

Kostenlose Untersuchung am Welt-Hepatitis-Tag

Unterschiede zwischen den einzelnen Virusfamilien, sogenannte Genotypen, bestimmen den Behandlungserfolg und die Behandlungsdauer. Leider ist der ungünstige Genotyp 1 bei 70 Prozent der Infizierten am häufigsten. Bei dieser Virusart hat nur jeder zweite Patient Aussichten, dauerhaft vom Virus befreit zu werden. Die Behandlung der chronischen Hepatitis C erfolgt durch eine Medikamentenkombination aus Interferon, das die Viren abtötet, und Ribavirin, das die Vermehrung der Viren hemmt.

Weltweit ist jeder zwölfte Mensch mit Hepatitis C oder Hepatitis B infiziert. Die wenigsten Personen ahnen jedoch etwas von ihrer Erkrankung, da keine Symptome bestehen.

Menschen, die wissen wollen, ob sie erkrankt sind, kann ich empfehlen, am Welt-Hepatitis-Tag, also am Dienstag, 19. Mai, in die Klinik für Hepato-Gastroenterologie am Kreiskrankenhaus Hameln zu kommen. Von 9 bis 13 Uhr findet dort eine kostenlose Überprüfung der Leberwerte statt. Zugleich erklären Ärzte der Klinik die Art, den Verlauf und die Behandlung von Lebererkrankungen.

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