weather-image
20°
Politik etatisiert 200 000 Euro für Abriss

Sporthallen-Neubau bekommt Konturen

Hameln (HW). Jetzt geht es Schlag auf Schlag, soll nach dem endgültigen Aus der Sporthalle Nord Bewegung in einen Ersatzbau kommen. Dafür hat der Ausschuss für Finanzen, Personal und Wirtschaft gestern in einer mehr als fünfstündigen Sitzung die Weichen gestellt. Im Haushalt 2012 sollen bereits 200 000 Euro für den Abriss des maroden Gebäudes sowie 75 000 Euro für die Planung eines Neubaus bereitgestellt werden. Zudem soll ein Spendenkonto eingerichtet werden. Für eine neue Sporthalle wollte die aus CDU, Grünen und Unabhängigem bestehende Mehrheitsgruppe ursprünglich bereits 2012 zwei Millionen Euro bereitstellen, doch da ein solcher Betrag in diesem Jahr nicht mehr verbaut werden kann, wurde letztlich darauf verzichtet.

veröffentlicht am 08.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:41 Uhr

270_008_5301716_hm303_0803.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Denn solange der Haushalt von der Kommunalaufsicht nicht genehmigt ist, kann die Investition nicht gestartet werden“, begründete Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann. „Und weil wir noch keine Pläne haben, können wir auch nichts in den Etat einstellen“, erklärte Uwe Kießling. Der Kämmerer machte sich jedoch dafür stark, wenigstens die Abrisskosten noch in diesem Jahr bereitzustellen.

Volker Mohr, Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Hamelner Rathaus, kündigte an, dass es am 22. März und damit einen Tag nach der Verabschiedung des Etats durch den Hamelner Rat zu einer Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung kommen soll. „Dabei werden wir drei Varianten präsentieren, wie sich die Verwaltung eine Lösung des Problems vorstellt“, erklärte Mohr. Ohne weiter ins Detail zu gehen, sprach er von „Skizzen mit Kostenschätzungen“ für eine Schulsporthalle, eine Sporthalle mit einer Tribüne für 200 Zuschauer und einen Neubau „mit einer größeren Tribüne“. Zudem sollen nach Aussagen des Fachbereichsleiters in der Sondersitzung Möglichkeiten der Verlagerung des Schul- und Vereinssports sowie eine Übersicht der Auslastung Hamelner Sporthallen aufgezeigt werden. Mohr betonte aber auch: „Ein Neubau kann frühestens innerhalb von zwei Jahren realisiert werden.“

„Wenn Sie am 21. März den Haushalt beschließen, ist er am 23. März schon überholt“, verdeutlichte Kießling in Richtung Politik, weil sich im Vorfeld kein Termin für eine Sondersitzung finden ließ. Er schlug vor, die in diesem Jahr noch möglichen Investitionen für einen Sporthallen-Neubau über den Nachtragshaushalt zu finanzieren.

„Die Sporthalle Nord ist abgängig.“ Fachbereichleiter Volker Mohr erstickte gestern jede Hoffnung auf eine weitere Nutzung des Gebäudes im Keim.

Foto: Wal

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare