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Auch chronisch Erkrankten tut regelmäßige Bewegung gut / Voraussetzung: Richtige Sportart für Beeinträchtigung wählen

Sport schützt den Körper vor Krankheiten und Verletzungen

Bernhard S. (64) fragt: Wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, ist es dann sinnvoll, Sport zu treiben? Wird der geschwächte Körper dadurch nicht noch mehr strapaziert? Und gibt es für die unterschiedlichen Krankheiten auch verschiedene Sportangebote?

veröffentlicht am 19.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 00:21 Uhr

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Dr. Werner G. Gehring antwortet: Immer wieder stehen chronisch Kranke vor der Frage, ob sie ihrer Gesundheit zusätzlich schaden, wenn sie Sport treiben. Leider weisen sie Sport zu häufig von sich, ist er doch geeignet, um den Körper vor Krankheiten und Verletzungen zu schützen. Wichtig dabei ist es nur, die richtige Sportart zu wählen. Grundsätzlich sollten chronisch Kranke insbesondere nach einer langen sportlichen Pause ihren Arzt aufsuchen, um den Gesundheitszustand überprüfen zu lassen. Nur so kann gewährleistet werden, dass man bei der Sportwahl vorhandene Beeinträchtigungen des Körpers optimal berücksichtigt. Bei Rückenproblemen beispielsweise kann ein individuelles medizinisches Krafttraining die Problematik lindern, indem die Muskeln und Knochen gestärkt werden. Für Betroffene einer Osteoporose hingegen würde ein solches Training die Knochen zu sehr belasten. Arthrose-Patienten sollten nur Sportarten wählen, die nicht zur übermäßigen Belastung der Gelenke führen. Regelmäßige, leichte Bewegungen in Form von Schwimmen, Wassergymnastik, Walken oder Radfahren sind besonders geeignet, um den Stoffwechsel anzuregen.

Diabetiker können grundsätzlich jede Art von sportlicher Betätigung wählen, um den Blutzuckerspiegel und den Körperfettanteil zu senken. Als Vorsichtsmaßnahme sollten die Betroffenen auf eine mögliche Unterzuckerung vorbereitet sein und wissen, wie sie sich in einem solchen Fall zu verhalten haben. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein ausdauerndes Training empfehlenswert, welches mindestens an drei Tagen in der Woche für etwa eine halbe Stunde durchgeführt werden sollte. Die plötzliche Belastung beispielsweise bei Kraftsportarten sollte nicht zu hoch sein, sodass eine daraus resultierende Pressatmung vermieden wird. Auch Aktivitäten, bei denen die Schnellkraft gefordert wird, können dem Herz-Kreislauf-System mehr schaden als nutzen.

Übergewicht ist ebenso ein Grund, um in Ergänzung zu einem individuellen Abnehmprogramm regelmäßig Ausdauersport zu treiben. Wichtig für die eigene Motivation und die körperliche Gesundheit ist es hierbei, die sportlichen Ansprüche anfangs nicht zu hoch zu schrauben. Außerdem ist es ratsam, für die Auswahl der geeigneten Sportart den Arzt hinzuzuziehen.

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Dr. Werner Gehring ist Arzt in Bad Münder.



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