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Schauspieler Ludger Pistor für Rattenfängerstadt als Drehort

Spielt „James Bond“ bald in Hameln?

HAMELN. Wenige Stunden, bevor die Sonderausstellung „James Bond. Die Macht der Verführung“ am Dienstag im Hamelner Museum eröffnet wird, hat sich Ludger Pistor als prominenter Gast die Ausstellung schon einmal angesehen. Bei dieser Gelegenheit sprach sich der Schauspieler, der in „Casino Royale“ (2006) den Schweizer Bankier Mendel spielte, für Hameln als möglichen Drehort einer neuen Bond-Verfilmung aus.

veröffentlicht am 11.06.2019 um 17:30 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 20:50 Uhr

Schauspieler Ludger Pistor sitzt im Hamelner Museum an einem Casino-Tisch. Er spielte in „Casino Royale“ den Schweizer Bankier Mendel. Foto: dpa
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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„Der Rattenfänger war doch auch ein Verführer, also warum sollte hier nicht der nächste Bösewicht sitzen?“, sagte Pistor, der am Dienstag zwar zum ersten Mal in Hameln zu Besuch war, aber offensichtlich mit der Rattenfängersage vertraut ist. „Hameln bietet sich als Drehort an“, meinte der Schauspieler. „Der Bezug ist da. Und James Bond fängt dann die Ratten.“ Komplett abwegig ist das offenbar nicht. So würden sich Ortschaften immer wieder bei der Bond-Produktionsfirma bewerben, wohlwissend, dass die Filme als Touristen-Magneten dienten, wie der ebenfalls anwesende James-Bond-Experte, Hochschuldozent und Journalist Dr. Siegfried Tesche anzumerken wusste.

Für Ludger Pistor jedenfalls ist James Bond seine „liebste Kinofigur“. Es sei eine „unbesiegbare Figur, die noch aus den unmöglichsten Situationen heile wieder rauskommt“, begründete Pistor. Er habe sich schon immer gewünscht, in einem James-Bond-Film mitzuspielen, sagte der Schauspieler. Ein Wunsch, der 2006 mit seiner Rolle als Schweizer Bankier in „Casino Royale“ Wirklichkeit wurde. Bekannt ist Ludger Pistor auch durch die komödiantische Fernseh-Krimiserie „Balko“ oder den „Tatort“. Nebenrollen spielte er auch in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ und in dem Hollywood-Film „X-Men: Erste Entscheidung“.

Durch die Ausstellung führten am Dienstagnachmittag Museumsleiter Stefan Daberkow und Bond-Experte Tesche, der dafür einige seiner schönsten Objekte aus seiner umfangreichen James-Bond-Sammlung zur Verfügung stellte. Tesche, Bond-Fan, seitdem er 12 Jahre alt ist, schilderte dabei, wie er zu den einzelnen Exponaten gekommen ist („Ich kenne einen, der einen kennt, der wieder einen kennt“ – oder schlichtweg „schlecht bezahlte Mitarbeiter“ und Auktionshäuser) und welche Geschichten dahintersteckten. So findet sich im Hamelner Museum dieser Tage etwa das Relikt, das als einzige Ausnahme die Regel von James Bonds Unverletzlichkeit bestätigt: das T-Shirt, das Roger Moore als James Bond in „In tödlicher Mission“ trug und in der Szene, in welcher er über ein Korallenriff gezogen wird, einen vermeintlichen Riss davonträgt. „Tatsächlich wurde der Riss eingenäht“, wusste Museumsleiter Daberkow zu berichten.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt, wie der Titel bereits andeutet, auf der Verführung. Die nicht auf den Superhelden, den britischen Geheimagenten 007, beschränkt ist. Auch die Schurken, von Dr. No bis Goldfinger, und die Bond-Girls sind verführerisch – und erliegen selbst den Mechanismen der Verführung. Die Zuschauer werden nicht zuletzt von den oft atemberaubenden Kulissen der James-Bond-Filme verführt.

Die Sonderausstellung führt durch mehrere Räume mit unterschiedlicher Fokussierung: Zu sehen sind Storybords, auf denen imposante Actionszenen skizziert wurden, originale Filmplakate und -Requisiten. Zum Ausprobieren gibt es einen Spionage-Spiegel, durch den die anderen Besucher unbemerkt beobachtet werden können, und wer will, kann abstimmen, wer der beste Bond-Darsteller ist.

Die interaktive Magnetwand, an der Besucher der Ausstellung angeben können, wer ihrer Meinung nach der nächste James-Bond-Darsteller werden soll, wurde kurzerhand von Ludger Pistor eingeweiht. Sein Vorschlag lautet: Michael Fassbender. Der irische Schauspieler mit deutschen Wurzeln wurde für seine Darstellung in der Filmbiografie von Steve Jobs für einen Oscar nominiert. In „Inglorious Basterds“ und „X-Men“ stand er gemeinsam mit Ludger Pistor vor der Kamera.



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