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Warum die Stadt das Areal ungenutzt lässt

Spielplatz im Herzen der Stadt bleibt totes Gelände

Hameln. Ein Spielplatz im Himmelreich. Was schön klingt, war bis vor ein paar Jahren auch noch Realität. Damals gab es ihn noch, den kleinen Spielplatz auf dem Dach der Tiefgarage im Hinterhofareal der Straße Himmelreich zwischen Bäcker- und Kuperschmiedestraße. Vor rund sechs Jahren wurde der Spielplatz dann allerdings geschlossen, „weil dort kaum Kinder gespielt haben, wir aber auf der anderen Seite viel missbräuchliche Nutzung, Ruhestörungen und herumliegenden Müll feststellen mussten“, erklärt die Stadt. Seitdem liegt das Gelände brach, Unkraut breitet sich aus. Was soll aus der Fläche werden? Würde es sich nicht anbieten, sie wiederzubeleben?

veröffentlicht am 03.08.2015 um 17:01 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Noch im Jahre 2004 waren einige Spielgeräte ersetzt worden, nachdem die ersten beschädigt worden waren. In den darauf folgenden Jahren war der – mittlerweile mit einem Bauzaun versperrte Spielplatz – zum geheimen Treffpunkt auserkoren worden. So blieben immer mal Reste von Alufolie und Pizza-Kartons liegen. Mit den Jahren verkam das Areal immer weiter: Die ehemalige Pergola wurde mit Graffiti besprüht, der Sandkasten wird noch heute von Unkraut beherrscht, und im Gebüsch unterhalb des Spielplatzes findet sich achtlos zurückgelassener Müll. Rund ein Dutzend Wohnungen rund um das Himmelreich haben einen direkten Blick auf den Spielplatz. „Von Fußgängern kann der Platz nicht eingesehen werden, da er höher liegt als die Fußwege“, sagt die Stadtverwaltung.

Eine Neubelebung soll der Spielplatz oder zumindest die brachliegende Fläche allerdings nicht erfahren. „Wir haben aktuell keine anderweitige Nutzung des Platzes geplant“, heißt es im Rathaus. Ein neuer Spielplatz liege außerhalb des Möglichen. „Würde man dort einen neuen Spielplatz anlegen, wären die Kosten aufgrund der vorhandenen Situation auf der Tiefgarage und dem einzigen Zugang über eine Rampe in Schubkarrenbreite enorm. Das würde die für einen Spielplatzneubau üblichen Kosten bei Weitem übersteigen“, erklärt die Verwaltung. Und: „Nach unserer Wahrnehmung hat die missbräuchliche Nutzung des Platzes stark abgenommen, seitdem er geschlossen wurde. Gegenüber der früheren Zustände befindet sich dort nur noch wenig Müll. Wir gehen daher davon aus, dass nur sehr selten Personen versuchen, die Absperrungen zu überwinden.“

Würde das Gelände wieder als Spielplatz freigegeben befürchtet die Stadtverwaltung, dass auch der Vandalismus, die Ruhestörungen und die Verschmutzungen wieder verstärken würden. „Eine ähnliche Gefahr sehen wir auch bei einer Nutzung als kleine Grünfläche auf der Tiefgarage. Wir hätten auch hier hohe Kosten dafür, die Grünfläche einzurichten und sie anschließend zu unterhalten.“ Der ehemalige Himmelreich-Spielplatz wird also weiterhin gesperrt und ungenutzt bleiben.



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