weather-image
28°
Verwaltung soll städtisches Angebot unter die Lupe nehmen

Spielplätze für alle?

HAMELN. Die Spielplätze im Hamelner Stadtgebiet sollen künftig mehr auf die unterschieldichen Bedürfnisse ihrer Nutzer abgestimmt sein. Konkret bedeutet das: Bei der Gestaltung der Spielplätze werden die Planer immer auch die barrierefreie Zugänglichkeit und ein möglichst breit gefächertes Angebot, das Kinder mit unterschiedlichsten Einschränkungen einbezieht, im Auge haben.

veröffentlicht am 19.02.2018 um 16:42 Uhr

Spielgeräte wie diese Nestschaukel können auch von körperbehinderten Kindern benutzt werden. Foto. dana
Lars Lindhorst

Autor

Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Spielplätze im Hamelner Stadtgebiet sollen künftig mehr auf die unterschieldichen Bedürfnisse ihrer Nutzer abgestimmt sein. So heißt es in einer Beschlussvorlage, über die der Rat der Stadt am kommenden Mittwoch abstimmen wird.

Voraussichtlich wird es wenig Diskussionsstoff in dieser Frage geben. Konkret bedeutet das: Bei der Gestaltung der Spielplätze werden die Planer immer auch die barrierefreie Zugänglichkeit und ein möglichst breit gefächertes Angebot, das Kinder mit unterschiedlichsten Einschränkungen einbezieht, im Auge haben. „Wichtig sind bewegungsfördernde, koordinative und kognitive Herausforderungen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage, über die der Rat entscheidet.

Gespräche zwischen zuständiger Abteilung der Verwaltung und dem Hamelner Netzwerk Inklusion hätten ergeben, dass allerdings Möglichkeiten und Bedürfnisse der Kinder mit ihren unterschiedlichsten Beeinträchtigungen sehr individuell seien. „Es ist daher nicht möglich, einzelne Spielgeräte als ,inklusiv‘ und andere als „,nicht inklusiv‘ zu bewerten“, heißt es aus der Verwaltung. Manches Gerät könne daher für das eine Kind besonders förderlich, das andere Gerät womöglich nicht einmal nutzbar sein. Dabei gehe es nicht nur um körperliche Beeinträchtigungen, sondern auch um Einschränkungen mit psychischer oder kognitiver Ursache. Nach Auffassung des Netzwerks Inklusion sei es im Übrigen nicht notwendig, jedes Spielgerät auf einem Spielplatz auch rollstuhlgerecht auszustatten. Speziell für Rollstuhlfahrer ausgestattete Geräte seien für öffentliche Spielplätze meist zu speziell; aus Sicht der Verwaltung darüber hinaus „platz- und kostenmäßig sehr aufwendig“. Viel wichtiger sei es, so wird es in der Vorlage formuliert, dass „Spielplätze ein vielfältiges Angebot bieten, um die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fördermöglichkeiten aller Nutzer zu erfüllen“.

Ein erster Schritt soll nun eine Überprüfung sein, ob denn überhaupt alle Spielplätze im Stadtgebiet barrierefrei zugänglich sind. Damit sich Hamelns Lokalpolitiker ein besseres Bild machen könnten, sei demnächst auch eine „Spielplatzbereisung“ geplant.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare