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40-Tonner rollen durch Nebenstraßen

Sperrung der Deisterstraße sorgt für Stop-and-go und Staus

HAMELN. Die 27-stündige Vollsperrung der viel befahrenen Deisterstraße in Hameln hat am Montag wider Erwarten nicht zu dem befürchteten Verkehrschaos geführt. Allerdings gab es Stop-and-go und immer wieder Staus, die sich vor roten Ampeln bildeten, quälten sich Brummi-Kapitäne mit ihren 40-Tonnern durch Tempo-30-Zonen und kleine Wohnstraßen. Der Ferienbeginn habe vermutlich zu einer Entspannung der Situation geführt, meinte ein Polizeibeamter.

veröffentlicht am 19.03.2018 um 18:57 Uhr

Polizeiabsperrung an der Deisterstraße: Mehrfach entfernten Unbekannte das Flatterband. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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„Es fuhren ja keine Schulbusse. Und viele Menschen sind wohl bereits in den Urlaub gefahren.“ Wer mit dem Auto auf dem 164er Ring unterwegs war, saß jedoch längere Zeit fest. Grund: In Höhe der Scharnhorststraße steht wegen der neu eingerichteten Fahrradstraße ein Stopp-Schild. Der Umleitungsverkehr hatte deshalb Vorfahrt. An dieser Stelle ging zeitweise nichts mehr.

Für Probleme sorgten Unbekannte, die das rot-weiße Flatterband mit der schwarzen Aufschrift „Polizeiabsperrung“ entfernten. Dreimal sei das passiert, sagte ein Polizist und schüttelte dabei mit dem Kopf. Zweimal mussten am Vormittag Streifenwagen-Besatzungen zur Deisterstraße fahren, um die Absperrung neu einzurichten. Manch einer sei wohl zu bequem, die Straßenseite zu wechseln, meinte ein Beamter. Fußgänger, die von der Sandstraße kamen, konnten nicht erkennen, dass sie sich in Gefahr begeben.

Gegen 13 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Die Bauaufsicht der Stadt Hameln habe einen Dachdecker-Betrieb damit beauftragt, Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen, sagte Janine Herrmann von der Stadt Hameln. „Von einem Hubsteiger aus wurden Dachziegel festgeklemmt und zudem Windschutzmaßnahmen durchgeführt.“ Ob es sich dabei um eine sogenannte Ersatzvornahme handelt (so wie es seinerzeit beim alten Kino an der Deisterallee/Ecke Lohstraße geschehen ist, als Putzteile auf den Gehweg fielen und dieser abgesperrt werden musste) ist derzeit unklar, denn: „Wir stehen mit dem Eigentümer in Kontakt“, sagte die Stadtsprecherin auf Nachfrage, erklärte aber eben auch, die Bauaufsicht habe den Dachdeckerbetrieb beauftragt. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Bei einer Ersatzvornahme tritt eine Behörde in Vorleistung, sie kann die entstandenen Kosten von dem Hauseigentümer zurückfordern. In der Regel ist es jedoch so, dass derjenige, dem ein Haus gehört, alles Notwendige selbst regelt.

Schwerlastverkehr auf der Falkestraße: Brummi-Fahrer suchen sich Schleichwege. Foto: ube
  • Schwerlastverkehr auf der Falkestraße: Brummi-Fahrer suchen sich Schleichwege. Foto: ube

Am Sonntagvormittag waren durch den Wintersturm Dachziegel auf die Deisterstraße gefallen. Die Hamelner Polizei sperrte den Gefahrenbereich ab, die Feuerwehr rückte an (wir berichteten).

Stadtbrandmeister Markus Weber, von Beruf Zimmermeister, begutachtete den Schaden. Der Fachmann kam zu dem Schluss, „dass weitere Teile des Daches durch den starken Ostwind auf die Straße stürzen können“. Er empfahl die Sperrung der Straße, „bis sich der Sturm gelegt hat“.

Jemand aus einer Pizzeria beklagte Umsatzeinbußen, die durch die lange Vollsperrung entstanden seien.



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