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Wellner sieht wegen Sporthallenneubaus planmäßige Instandsetzung gefährdet

Sperre für Nebenstraßen-Sanierung: Einzelhandel in großer Sorge

Hameln (HW). Mit einem Sperrvermerk hat die aus CDU, Grünen und Unabhängigem bestehende Mehrheitsgruppe die im Etat 2012 vorgesehenen Mittel für die weitere Sanierung der Fußgängerzone (Ritterstraße, Münsterkirchhof, Kopmanshof/Münsterwall, Emmernstraße) versehen. „Sie sollen im Nachtragshaushalt wieder aufgerufen werden“, erläutert Gruppensprecher Claudio Griese (CDU). Denn dann wisse der Rat, mit welcher Investition für den Bau einer neuen Sporthalle zu rechnen ist. Bereitgestellt hat die Gruppe im Ausschuss für Wirtschaft, Personal und Finanzen lediglich einen Betrag in Höhe von 30 000 Euro, um in der Emmernstraße die Wiederherrichtung der Fahrradabstellanlage und das Pflanzen eines Baumes zu ermöglichen.

veröffentlicht am 10.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:41 Uhr

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Beim Einzelhandelsverband Hameln-Pyrmont ist dieser Beschluss mit großer Sorge zur Kenntnis genommen worden. Vorsitzender Holger Wellner spricht von „inakzeptablen Überlegungen“, weil seitens der Politik eine Sanierung der zur Fußgängerzone gehörenden Nebenstraßen bereits fest zugesagt worden sei. Der Verband sieht diese politische Entscheidung nun infrage gestellt. Wellner vermutet, dass mit dem Beschluss des Sperrvermerkes die Sanierung der Nebenstraßen mit der Sporthalle Nord in Zusammenhang rückt.

„Der derzeitige Zustand der Pflasterung ist mangelhaft“, sagt Wellner. Beim Bau der Stadt-Galerie seien Ritter- und Emmernstraße durch Schwerlasttransporte und Baufahrzeuge massiv beschädigt worden. „Unebenheiten und Senkungen im Pflaster stellen eine latente Gefährdung für Fußgänger dar, insbesondere für ältere und gehbehinderte Menschen“, unterstreicht der Vorsitzende.

Zudem planten die Stadtwerke bereits für dieses Jahr Untergrundarbeiten, um Versorgungsleitungen zur erneuern. Diese Baumaßnahmen getrennt von einer Sanierung durchzuführen bedeute, dass die Straßen aufgerissen und wieder zugepflastert werden müssten. „Erhöhte Kosten und längere Bauzeiten wären die Folge“, meint Wellner, der auch Umsatzrückgänge für die anliegenden Geschäfte befürchtet. Der Einzelhandelsverband appelliert deshalb an die Politik, die Modernisierung und Instandsetzung von Ritter-, Emmernstraße und Münsterkirchhof wie geplant in diesem Jahr durchzuführen.

Das Pflaster in der Ritterstraße weist nach Meinung des Einzelhandelsverbandes erhebliche Schäden auf und stellt eine Gefahr für Fußgänger dar.

Foto: Dana



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