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„Diskussion um das S-Direkt-Callcenter betrifft uns nicht“ / Eigenes Tarif-Personal

Sparkassen lassen sich Kundennähe etwas kosten

Hameln (HW). Die Callcenter der Sparkassen sind in die Schlagzeilen geraten. „Der Lohn reicht nicht einmal zum Leben“ hat die Gewerkschaft ver.di beklagt, weil für diese Tätigkeit häufig nur ein Stundenlohn von 7,40 Euro oder ein Monatsbruttogehalt von 1280 Euro vergütet wird. Etwa 100 Beschäftigte des deutschlandweit tätigen Sparkassen-Callcenters S-Direkt-Marketing hatten sich deshalb vergangene Woche in Hannover getroffen (wir berichteten), um ihrem Unmut über ihre Entlohnung Luft zu machen. Die Gewerkschaft ver.di hat dabei den Abschluss eines Tarifvertrages mit einem Mindeststundenlohn von 8,50 Euro sowie der Perspektive, einer späteren Aufstockung auf neun Euro gefordert.

veröffentlicht am 14.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:41 Uhr

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Die Sparkassen in Hameln fühlen sich von diesem Protest nicht angesprochen, da sie eigene Callcenter betreiben und die damit verbundenen Jobs adäquat vergüten, wie die Sprecher der Kreditinstitute betonen. „Die Geschäftsstelle vor Ort ist die Stärke der Sparkasse Weserbergland. Wir sind tatsächlich nah am Mensch, nah am Kunden. Unser eigenes Telefon-Service-Center ist dafür kein Ersatz, sondern ein weiteres Bindeglied in unserer kundenorientierten Kommunikationskette“, erläutert Bernhard Krupki. Die Sparkasse Weserbergland führe im wahrsten Sinn des Wortes Nah-Gespräche, betont er und merkt an: „Nicht zuletzt auch deshalb sind wir von FocusMoney als beste Bank in Hameln ausgezeichnet worden. Zehn hoch motivierte Mitarbeiter machen hier Tag für Tag, Stunde für Stunde, einen prima Job – und das ist uns im Interesse der Kundschaft gutes Geld wert, denn wir wissen: Zufriedenheit hat ihren Preis.“ In welcher Höhe die entsprechenden Mitarbeiter bei der Sparkasse Weserbergland entlohnt werden, nannte Krupki indes nicht.

„Die aktuelle Diskussion um das S-Direkt-Callcenter betrifft uns nicht“, sagt Stefanie Homeister und erklärt ebenfalls, dass „die Nähe zu unseren Kunden“ die Stärke der Hamelner Stadtsparkasse sei. Im SSK-Telefonkundenservice arbeiteten ausgebildete Mitarbeiter des Kreditinstitutes, um die Fragen, Wünsche und Belange der Kunden entgegenzunehmen. „Bezahlt nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes“, betont die stellvertretende Sprecherin der Stadtsparkasse Hameln.

Beschäftigte des Sparkassen-Callcenter S-Direkt-Marketing protestieren. Die hiesigen Sparkassen fühlen sich von Kritik nicht betroffen.Foto: dpa



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