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SOS auf der Weser - Feuerwehr, DLRG, THW und DRK rücken aus

veröffentlicht am 19.06.2011 um 14:07 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (ube). Wer am Samstagnachmittag zwischen Hamelner Schleuse und Tündernscher Warte auf die Weser schaute, dem kam ein Unglück größeren Ausmaßes in den Sinn. Dort waren Rettungs- und Löschboote von Feuerwehr, THW und DLRG im Einsatz.

Es war eine Seenotrettungsübung, wie sie realistischer kaum sein könnte – an Bord der „Triton“ steigt weißer Rauch auf, zwölf Menschen schreien um Hilfe. Fünf Boote der Hamelner Feuerwehr, des THW und der DLRG nähern sich mit voller Fahrt dem 14 Meter langen Flachbodenschiff der Marinekameradschaft Hameln. Skipper Friedrich Heinemann hat Mühe, die „Triton“ auf Kurs zu halten. Es weht eine steife Brise. „Starker Wind hat uns weseraufwärts geschoben. Eigentlich war geplant, vor Anker zu gehen, aber das ging am Samstag nicht. Die Gefahr, auf eine Buhne gedrückt zu werden, war einfach zu groß“, berichtet Besatzungsmitglied Heinz Ritterbusch. Während der Steuermann am Ruder kämpft, bringen die Boote der drei Hilfsorganisationen Feuerwehrleute, die Atemschutz tragen, und Wasserretter an Bord, um die Passagiere in Sicherheit zu bringen. DLRG Retter ziehen in Höhe des Polizeihundevereins drei Personen aus dem Wasser. Das DRK Hameln hat an der Hafenspitze eilig einen Verbandsplatz aufgebaut; Sanitäter kümmern sich dort um Mimen, denen Experten der Realistischen Notfalldarstellung – einer Spezialeinheit des Roten Kreuzes – täuschend echt aussehende Brandwunden auf Hände, Arme und Rücken geschminkt hatten.
 Einsatzleiter Gerhard Rathing ist zufrieden mit dem Verlauf dieser ersten gemeinsamen Rettungsübung: „Zwar ist in Hameln die Feuerwehr für die Wasserrettung zuständig, dennoch benötigen wir bei einem größeren Unglücksfall die Unterstützung aller Kräfte.“ Die Kommunikation untereinander müsse aber verbessert werden. Die Einsatzleitung habe die Boote der DLRG nicht über Funk erreichen können, sagt der Stadtbrandmeister.

Unser Bild zeigt die "Triton". Rauch steigt auf, Rettungsboote sind längsseits gegangen, das Fahrgastschiff "Holzminden" nähert sich. Foto: leo



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