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Akquise hat begonnen / Messe diesmal nur im Bürgergarten

Soltec vereint Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme

Hameln (CK). Die Solarmesse Soltec hat einen gewissen Sättigungsgrad erreicht. Da ist sich auch der gleichnamige Beirat einig, und deshalb soll versucht werden, die Soltec 2012 auf breite Beine zu stellen und auch verstärkt Werbung dafür in den Nachbarregionen Schaumburg oder Lippe sowie im Großraum Hannover zu machen. Andererseits: „Die nach dem Reaktorunglück von Fukushima eingeläutete Energiewende steigert auch die Marktchancen für Effizienztechnologien“, sagt Annette Neuber, Projektleiterin beim Veranstalter Expotec aus Berlin.

veröffentlicht am 01.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 22:21 Uhr

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Gemeinsam mit dem Expo-Beirat wurde deshalb für die diesjährige Soltec eine neue Positionierung unter dem Motto „Energie.Umwelt.Zukunft“ beschlossen, aus der bisherigen Solarmesse eine Fachmesse für die vier Energieträger Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme zu machen. Die Präsentation soll dabei die Interessen von Herstellern, Handel, Fachplanern und verarbeitendem Handwerk mit dem wachsenden Informationsbedürfnis von Bauherrn gerade bei Lösungen zur Energieeinsparung vereinen.

Aber Energiesparen beginnt mit der Effizienz. „Was nützt die beste Photovoltaik-Anlage, wenn Fenster, Fassade und Dach alt und deswegen nicht kompatibel mit den Anforderungen an die Energieeffizienz sind?“, so die rhetorische Frage der Projektleiterin. Bei einem zukunftsfähigen Energiesystem gehe es darum, die vorhandene Energie so optimal wie möglich einzusetzen. Gebäudesanierung, Energiemanagement, sparsame Elektrogeräte, emissionsarme Fahrzeuge und innovative Dienstleistungsangebote seien die Voraussetzungen für das Gelingen der beschlossenen Energiewende. Mit ihren Lösungsansätzen im Bereich der regenerativen Energien werde die Soltec zu einem wichtigen Pfeiler der Wirtschaft, glaubt Annette Neuber. „Die Soltec unterstützt die Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze“, ist sie sich sicher

Wie der städtische Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop sagt, hat die Akquise gerade begonnen; einige Aussteller, die auch in den Vorjahren dabei waren, haben bereits wieder ihre Teilnahme zugesagt. Anders als früher, als auch das Weserbergland-Zentrum genutzt worden war, wird sich die Soltec vom 7. bis 9. September in den Zelten im Bürgergarten konzentrieren, wo auch die kleineren Fachvorträge stattfinden. Lediglich die hochkarätigen Tagungen, zum Teil in Zusammenarbeit

nit der Klimaschutzagentur oder dem Solarforschungsinstitut ISFH, und ein schon aus früheren Jahren bekanntes Ingenieurstreffen mit überregionaler Bedeutung werden in die Räume des Kunstkreises verlegt. Dort soll übrigens auch die Weserbergland AG die Bioenergieregion Hameln vorstellen.

Mit im Boot sind nach Wittkops Worten auch die heimischen Energieversorger e.on und Stadtwerke Hameln, ferner die Innungen, das Umweltministerium, die Stadt Hameln und natürlich Vertreter der Expotec. Wobei Wittkop insgeheim hofft, dass das niedersächsische Umweltministerium einen Zuschuss geben könnte, weil nämlich das Thema Elektromobilität einen großen Stellenwert auf der diesjährigen Soltec bekommen soll.

„Wir wollen nicht nur die Ausstellung von Elektroautos ausweiten, sondern auch dem Thema E-Bikes Raum geben“, so Wittkop, der dazu vor allem die Tourismusverbände mit einbeziehen möchte. Denn das, so glaubt der Wirtschaftsförderer, sei gerade im Weserbergland ein wichtiges Segment auf dem touristischen Sektor. Davon ist auch die Projektleiterin überzeugt: „Die Fahrzeuge schonen das Klima und belasten die Umwelt weniger mit Lärm und Feinstaub.“ Sicher seien Elektroautos etwa im Straßenverkehr noch rar, aber es führe kein Weg an ihnen vorbei. Und der Bedarf an Elektrofahrrädern und auch Elektrorollern steige ständig weiter an.

Insgeheim, so hoffen die Mitglieder des Beirats, die auch ein internationales Flair anstreben, wird die Soltec als Messe für regenerative Energien jedenfalls weiter an Bedeutung gewinnen, gerade auch im Hinblick auf die explodierenden Energiepreise. „Das haben schon die Bautage gezeigt. Das gibt einen Schub“, ist sich Wittkop sicher, der übrigens nicht daran glaubt, dass die Kosten für Sprit oder Heizöl wieder signifikant nach unten gehen werden.

Elektromobilität – in diesem Jahr ein Sonderthema auf der Soltec. Im Vorjahr wurde sie unter anderem präsentiert von Lutz Reimann von Elektroma (vorne rechts).

Foto: Archiv



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