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Operation würde russischem Jungen helfen / Verein sammelt Spenden

Solo für Ilia

Hameln. Einmal im Mittelpunkt stehen für einen großen Auftritt – diese Gelegenheit hatten gestern 37 Kinder aus der russischen Stadt Brjansk. Unter ihnen: Ilia, für den der Verein „Freunde für Kinder in Brjansk“ vor Kurzem einen Spendenaufruf gestartet hatte (wir berichteten).

veröffentlicht am 13.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Der neunjährige Junge ist querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Eine Operation in Deutschland könnte ihm helfen, die Fehlstellung seiner Beine zu korrigieren und seinem Rücken mehr Stabilität zu verschaffen. Auf den Punkt gebracht: Eine erfolgreiche Operation würde dem aufgeweckten Jungen mehr Lebensqualität schenken.

Die fälligen Summen für eine Voruntersuchung und für die Operation würden jedoch das Budget des Vereins weit übersteigen. „Für den Verein allein ist die Finanzierung deshalb unmöglich“, betonte Wilfried Schwark, der Vereinsvorsitzende, in seiner Begrüßung beim gestrigen „Tag der offenen Tür“ im Töneböncamp. Spenden seien deshalb dringend erforderlich.

Zusammen mit den anderen Kindern, einigen Betreuern, Dolmetscherinnen und zwei Ärztinnen verbringt Ilia im Camp auf Einladung des Vereins einen 14-tägigen Erholungsaufenthalt. Es sind Waisenkinder aus dem Waiseninternat Schukowka. Kinder, die nach einer Krebserkrankung zurück ins Leben finden sollen, und Kinder aus sozialschwachen Familien.

Viele von ihnen haben sich erst auf der 2200 Kilometer langen Busfahrt von Brjansk nach Hameln kennengelernt. Ilia und seine Mutter waren mit dem Flugzeug angereist. Im Camp wird Ilia von den anderen Kindern rührend umsorgt. „Er ist bestens integriert“, berichtet Schwark

So auch am Tag der offenen Tür. Mit den anderen Kindern aus Brjansk hatte Ilia einen großen Auftritt, denn die Mädchen und Jungen unterhielten die Gäste mit russischen Liedern. Ilia gehörte sogar zu den Solisten. Er freute sich über den Applaus des Publikums. Damit noch nicht genug der Freude: An ihn ging auch ein Fußball mit Originalunterschriften der Spieler von Hannover 96, den Ratsherr Gerd Paschwitz versteigert hatte. Gewinner der Versteigerung war Helmut Taube. „Den Ball soll Ilia haben“, beschloss das Mitglied des Shantychores Bisperode jedoch.

Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet vom Shantychor sowie von der Band Two U aus Sarstedt. In der „rollenden Waldschule“ der Kreisjägerschaft, in der präparierte Tiere zu sehen waren, bekam nicht nur Ilia große Augen. Auf dem Programm standen darüber hinaus kleine Spritztouren mit den „Rollerfreunden Weserbergland“. Die Pfadfinder sorgten für Lagerfeuerromantik

Spendenkonten und weitere Informationen im Internet unter www.freunde-kinder-brjanks.de.



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