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Straßenreinigung bleibt Ärgerthema am Lesertelefon / Lob für angekündigte Verkehrsberuhigung

Soll Stadt „Fegepflicht“ besser kontrollieren?

HAMELN. Aufregerthema bleibt am Lesertelefon die Goethestraße und die dortige Straßenreinigung, die – wie berichtet – von den Anwohner gemäß Satzung selbst erledigt werden muss. Günther Hauschild wundert sich, dass die Anwohner der Goethestraße „so ruhig“ sind.

veröffentlicht am 28.11.2017 um 17:46 Uhr

Laub auf der Goethestraße: Das Thema erhitzt weiter die Gemüter.
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite

Ein Lob für ihre Verkehrsplanungen spricht Jürgen Brandhorst der Stadt Hameln aus. Er ist Anwohner der Heinestraße in Hameln. Die Stadt will dort den Verkehr beruhigen. In der Vergangenheit hatte es öfter Probleme mit Autofahrern gegeben, die dort viel zu schnell unterwegs waren. Brandhorst sagt, die geplanten „Einbuchtungen“, die auf der Heinestraße eingerichtet werden sollen, würden das Problem lösen. „Das ist mal etwas Positives“, sagt Brandhorst. Die Stadt bestätigt auf Anfrage: Der Ausbau kommt 2018.

Aufregerthema bleibt am Lesertelefon die Goethestraße und die dortige Straßenreinigung, die – wie berichtet – von den Anwohner gemäß Satzung selbst erledigt werden muss. Günther Hauschild wundert sich, dass die Anwohner der Goethestraße „so ruhig“ sind: „Riesige Laubberge begleiten die mit unzähligen tiefen Schlaglöchern größte Seenplatte in Hameln“, meint er. Dazu komme, dass „die vielen überflüssigen Bäume überhaupt kein Licht mehr spenden und es speziell in den Abendstunden wie in einem Hitchcock-Krimi aussieht“.

Zur Reinigungspflicht der Hausbesitzer meint Günter Freiwald: „Es gibt aber auch genügend Leute, die überhaupt nicht die Straßen fegen.“ Dieser „Fegepflicht“ überhaupt nicht nachzukommen sei nicht in Ordnung. Statt Knöllchen für Falschparker zu verteilen schlägt er dem städtischen Ordnungsamt vor, besser solche Fälle von permanenter Nicht-Reinigung zu ahnden. „Aber inzwischen kommt die Stadt ja selbst ihren Reinigungspflichten nicht nach“, meint Freiwald. Die Verwaltung erklärt auf Anfrage, dass „der Außendienst ein Auge drauf“ hat. „Natürlich nicht überall gleichzeitig.“ Etwaige Vernachlässigungen der Reinigungspflicht könnten zudem über das Bürgertelefon oder die Mängel-App an das Rathaus herangetragen werden. In diesen Fällen werden Anlieger auch „dazu aufgefordert, ihrer Reinigungspflicht nachzukommen, was dann natürlich auch kontrolliert wird“, heißt es weiter.

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Freiwald vermisst dennoch einen „Sprengwagen“ der Stadt, so wie er früher einmal unterwegs gewesen sei. Mit Wasser wurden so in regelmäßigen Abständen die Straßen gereinigt, sagt er.

Verständnis für die Seniorin, die am Montag mit ihrem Wagen einen ungewöhnlichen Unfall auf der Lohstraße verursachte, äußert Manfred Hausmann. Er geht nicht davon aus, dass die Autofahrerin beim Rückwärtsfahren Gas- und Bremspedal verwechselt hat. „Sie hat wahrscheinlich nur zu viel Gas gegeben“, vermutet er. Das könne schließlich schnell mal passieren.

Über die Zulieferer des Hamelner Weihnachtsmarkts hat sich Norbert Zylla geärgert. Beim morgentlichen Gang durch die Fußgängerzone störte er sich an Fahrern von Paketdiensten, die „ohne Rücksicht“ zwischen den Buden des Markts rangierten. Von einer Beschickerin habe er gehört, dass sogar Weihnachtskugeln, die an einem Stand hingen, abgefahren wurden. „Was soll denn das?“, fragt Zylla – und erhofft sich von den Paketfahrern mehr Rücksichtnahme, vom Ordnungsamt mehr Kontrollen.

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