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Protest von 70 Hamelner Atomkraftgegnern

Solidaritäts-Demo vor dem Bahnhof

Hameln (HW). Um sich mit den anlässlich des Castortransportes demonstrierenden Atomkraftgegnern in Gorleben solidarisch zu erklären, trafen sich gestern 70 Hamelner zu einer Protestaktion vor dem Bahnhof. „Alles verlief sehr friedlich, es gab keine besonderen Vorkommnisse“, erklärte Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki nach Beendigung der gut einstündigen Zusammenkunft. Drei Trecker waren mehrfach durch den Kreisel gefahren und hatten anschließend auf dem Bahnhofsvorplatz geparkt. Ein Treckerfahrer wollte symbolisch ein „strahlendes Paket“ aufgeben. Weil ihm die Annahme am Bahnhof verwehrt wurde, hatte er sich auf den Weg zum Güterbahnhof gemacht, musste jedoch auch von dort unverrichteter Dinge zurückkehren.

veröffentlicht am 07.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 17:21 Uhr

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Die 70 in Hameln Demonstrierenden hatten sich am Freitagabend kurzfristig während der gemeinsamen Podiumsdiskussion von SPD und Grünen in der Sumpfblume (wir berichteten) zu dieser Protestaktion verabredet. Sehr zum Leidwesen der Polizei, die erst über die Berichterstattung in der Dewezet über das Vorhaben informiert wurde und gestern mit einem kleineren Aufgebot Präsenz zeigte. „Die Demonstration war nicht angemeldet. Zusammen mit Vertretern der Versammlungsbehörde der Stadt Hameln mussten wir erst einmal einen Verantwortlichen ausfindig machen, denn keiner fühlte sich zuständig“, beklagte Schedlitzki. Schließlich habe einer der Treckerfahrer die Verantwortung übernommen „und in einem Kooperationsgespräch erklärt, was er vorhat“. Die Polizei gab sich damit zufrieden und die friedliche Demonstration konnte fortgesetzt werden.

Weil mehr als 24 Stunden zwischen der Ankündigung und der Aktion gelegen hätten, habe es sich nicht um eine „Spontan-Demo“ gehandelt. Die Veranstaltung hätte angemeldet werden müssen, betont der Oberkommissar und bittet die Atomkraftgegner, im Wiederholungsfall den „rechtlichen Rahmen einzuhalten“.

70 Atomkraftgegner trafen sich gestern Morgen am Bahnhof, um sich mit den Demonstranten in Gorleben solidarisch zu erklären.

Foto: Dana



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