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„Scala“, Klüthotel und Wesermühle stehen schon seit Jahren leer – was sagen Sie dazu?

„Solche Gebäude sollte die Stadt kaufen“

HAMELN. Lange Zeit haben diese Gebäude die Stadt Hameln mit Leben gefüllt, nun stehen sie schon seit mehreren Jahren leer und an eine Wiederbelebung ist derzeit nicht zu denken. Die Rede ist von drei herausragenden Gebäuden der Stadt: das Klüthotel samt Restaurant, das ehemalige Kino „Scala“ und die Wesermühle. Neben dem Leerstand haben die drei noch eine weitere Gemeinsamkeit, denn alle drei Gebäude gehören privaten Investoren. Dennoch solle sich die Stadt „einmischen“ – so zumindest die Meinung der meisten Befragten in unserer Rubrik „Was sagen Sie dazu?

veröffentlicht am 22.04.2019 um 15:04 Uhr
aktualisiert am 07.05.2019 um 11:39 Uhr

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Maximilian Wehner

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Hans Krabbe (73) aus Hameln sagt: „Die Stadt ist meiner Meinung nach dazu da, die Stadt zu unterhalten.“ Dazu gehörten auch stadtbildprägende Gebäude wie das „Scala“. Krabbe sagt: „Das Geld, was zu Verfügung steht, hätte man besser einsetzen können.“ Für das „Scala“ stelle er sich einen Jugendtreffpunkt, ein Einkaufszentrum oder ein Restaurant mit deutscher und internationaler Küche vor.

„Solche Gebäude sollte die Stadt kaufen und dafür unnötige Kreisel, wie den beim Arbeitsamt, weglassen“, echauffiert sich der 28-jährige Hamelner Fabian Lühr. Auch zur Wesermühle hat er eine klare Meinung: „Abreißen und daraus Bau- oder Nutzfläche machen.“

Ähnliches meint auch Alperen Özcelik. Er würde die Wesermühle am liebsten abreißen und eine Art Beruhigungszentrum bauen lassen. Dabei stellt er sich vor, dass dieser Platz am Ende der Promenade – ähnlich wie der Bürgergarten – eine Art Park mit Bänken und der einen oder anderen Attraktion werde. Die Stadt Hameln könne laut dem 18-jährigen Hamelner eine Renovierung vertragen: „Die Stadt soll sich mit den Besitzern zusammensetzen und die leerstehenden Gebäude aufpolieren.“ So hat er auch für das Klüthotel eine Idee: ein Kur- und Erholungszentrum für Kranke. Dort wäre laut Özcelik „ein perfekter Platz“ dazu.

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Die 71-jährige Regina Rakemann aus Hemeringen, die immer wieder zum Einkaufen und Bummeln in Hameln ist, kann sich im alten Klüthotel einen Ort für Senioren vorstellen. Allerdings fügt sie an, dass dies vielleicht zu weit weg vom Zentrum der Stadt wäre. Sie ist sich aber sicher: „Die Stadt Hameln sollte etwas machen.“ Yvonne Kolodziejczak aus Hessisch Oldendorf und Anja Reker aus Bad Pyrmont arbeiten in Hameln – beide wünschen sich: „Wir brauchen mehr Ausflugsziele – auch für Kinder.“ Laut den beiden fehle dies in der Stadt. Die Stadt solle wieder mit Leben gefüllt werden, leerstehende Gebäude seien da eher ein Indiz einer toten als einer lebendigen Stadt. Für das Klüthotel haben die beiden eine Idee: Sie hätten über den Dächern von Hameln gerne wieder ein Restaurant. Und auch ein Hotel solle es wieder geben – am besten mit einem erholsamen Wellnessbereich. Dieser Meinung ist auch Jean-Maximilian Kannengießer. Der 26-Jährige meint, dass bei lange leerstehenden Gebäuden auf jeden Fall etwas von der Stadt getan werden müsse. Für das „Scala“ wünscht er sich ein nettes Café. Anderer Meinung ist Lennart, der während seines Studiums in Hameln lebt: „Ich weiß nicht, ob die Stadt da eingreifen muss.“ Natürlich sei es schade, dass solche Gebäude leerstehen, aber es sei seiner Meinung nach nicht die Aufgabe der Stadt, sich in die Pläne von Investoren einzumischen.

Anders bei Matthias Burchwald: Der 47-jährige Hamelner sieht die Pflicht bei der Stadt Hameln, etwas gegen den Leerstand und die brachliegenden Gebäude zu tun. Er sagt: „Auf alle Fälle tut die Stadt zu wenig.“ Für die alte Mühle hat er noch einen besonderen Vorschlag: Indoor-Minigolf. Zusätzlich erhoffe er sich, dass sich dort auch einige Geschäfte ansiedeln könnten. Im „Scala“ hätte er gerne wieder – wie in alten Zeiten – ein Kino oder vielleicht sogar ein Theater.

Und eine 82-jährige Hamelnerin, die ihren Namen nicht verraten möchte, spricht darüber, dass sie die eher scherzhaft gemeinte Idee zum 1. April, das Klüthotel in ein Lady-Di-Museum umzuwandeln, gar nicht schlecht finde …



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