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Landwind errichtet Photovoltaikanlage

Solarpark am Entsorgungspark

Unweit der zwei Windräder in der Nähe des Hamelner Entsorgungsparks soll nun auf städtischem Gelände schon bald eine Freiflächenanlage Solarstrom produzieren. Ein öffentliches Thema war das in den vergangenen Monaten nicht.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 16:38 Uhr
aktualisiert am 10.02.2019 um 20:00 Uhr

Dieses Windrad zwischen Afferde, Rohrsen und Hilligsfeld gehört bereits Landwind. Nun lässt das Unternehmen auf dem Gelände im Vordergrund zudem eine Photovoltaikanlage errichten. Foto: Dana
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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HAMELN. Im Herbst hatte die Stadt Hameln die Fläche des ehemaligen Deponiegrundstücks „Am Hespen“ ausgeschrieben. Zur „Nutzung für den Betrieb einer Freiflächen-Photovoltaikanlage“, wie es im Text hieß. Es ging um knapp 35 000 Quadratmeter der Gemarkung Afferde, grenzend an die Kreisstraße 60 nach Hilligsfeld. Das Vergabeverfahren sei noch nicht beendet, meldete die Stadtverwaltung Ende der vergangenen Woche. Drei Angebote seien eingegangen, teilte Sprecherin Janine Herrmann mit. „Wir hoffen, dass wir innerhalb der kommenden drei Monate alles unter Dach und Fach haben.“

Doch eigentlich ist das Rennen offenbar schon gelaufen: „Ja, wir sind in den Planungen“, bestätigte Daniela Schliephake, Sprecherin der Firma Landwind auf Dewezet-Anfrage. Technische Details dieser Planung kann sie ad hoc jedoch nicht liefern. Landwind ist bereits für die – von der Straße aus gesehen – rechte der beiden Windkraftanlagen bei Afferde und Rohrsen zuständig, für drei weitere jenseits von Hilligsfeld und für acht Anlagen in Coppenbrügge.

Nun dürfte diese Nähe dem Unternehmen aus dem Landkreis Helmstedt bei der neuen Photovoltaikanlage nützlich sein: So kann Landwind vermutlich eine Anschlussleitung des Windrades zur Einspeisung nutzen. Dieser Punkt hatte einem Mitbewerber noch Probleme bereitet. Auch die Energie Hummetal eG hatte sich an der Ausschreibung beteiligt. Den Zuschlag bekam die Genossenschaft nicht, und erhielt die Absage übrigens bereits Mitte Januar schriftlich, wie Vorstandsmitglied Hartmut Hahn berichtet. „Uns wurde ein Anschlusspunkt am Umspannwerk in der Nähe der Müllverbrennung angeboten“, sagte er. Um die lange Leitung dorthin hätten sich die Energiegenossen selbst kümmern müssen.

Aus dem Nichts, wie es nun scheinen mag, kommt das Solarfeld am Entsorgungspark aber nicht: Ursprünglich hatte dort der Nachbar und ehemalige Pächter des Geländes, die Werner Otto GmbH, eine Photovoltaikanlage errichten wollen. 2011 beschloss die Politik deshalb, ein Bauleitplanverfahren in Gang setzen zu lassen. Der Bebauungsplan „Solarpark Afferde/Hilligsfeld“ trat im November 2013 in Kraft. Doch die Otto-Pläne zerschlugen sich. Also schrieb die Stadt die Fläche aus. „Da Verpachtung das laufende Geschäft der Verwaltung ist, muss dies auch nicht durch die politischen Gremien laufen“, heißt es aus dem Rathaus.

Entscheidend für den Zuschlag war laut der im September 2018 veröffentlichten und im November beendeten Ausschreibung zu 60 Prozent die „Höhe des Nutzungsentgelts“. Mit 20 Prozent fiel ein „schlüssiges wirtschaftliches und technisches Konzept“ ins Gewicht. Mit je zehn Prozent wurden die Umsetzung „in Form eines Bürgermodells“ sowie die „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ des Betreibers gewertet.

Nicht die gesamte Fläche des städtischen Grundstücks darf mit PV-Anlagen bestückt werden: 22 100 Quadratmeter stehen dafür zur Verfügung, 12 660 müssen für die Natur bleiben, etwa für angepflanzte Bäume und Sträucher. Zudem soll alles recht schnell gehen: Innerhalb von zwölf Monaten nach Übernahme des Grundstücks muss die Anlage in Betrieb genommen werden. „Andernfalls übt die Stadt ihr Rücktrittsrecht aus“, heißt es.



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