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Investoren müssen noch rechnen

Solarpark Afferde – oder doch nicht?

Hameln (ni). Als Werner Otto vor mehr als einem Jahr bei der Stadt Hameln anklopfte, weil er in Afferde eine große Photovoltaikanlage bauen wollte, wurde er mit offenen Armen empfangen. Die Unterstützung von Politik und Verwaltung ist dem Hamelner Unternehmer auch heute noch sicher – nur er selbst hinsichtlich der Realisierung seiner Pläne zurückhaltender geworden. Durch vom Bundestag beschlossene Kürzung der Solarförderung hat Ottos Bereitschaft für eine Investition in die erneuerbare Energie einen Dämpfer erhalten.

veröffentlicht am 05.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 01:21 Uhr

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„Ich finde es generell positiv, Solarstrom zu erzeugen“, sagt Otto. Und wenn sich sein Projekt auch unter den veränderten Förderbedingungen noch rechnet, „würde er es auch gern durchziehen“. Nämlich auf einer Fläche von 2300 Quadratmetern eine Photovoltaikanlage installieren lassen, die knapp drei Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produziert. Das dafür vorgesehene Areal – zurzeit als Boden- und Bauschuttdeponie sowie zur Bauschuttaufbereitung genutzt – befindet sich überwiegend in Ottos Eigentum. Die Stadt hat mit der Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines Bebauungsplans die Weichen dafür gestellt, dass auf dem Gelände ein Sonnenkraftwerk entstehen kann. Dass die beiden Pläne beschlossen werden, steht außer Frage. Aber erst, wenn sie beschlossen sind, werden sich Werner Otto und sein Partner Walter Grewe intensiv mit der Frage beschäftigen, ob und unter welchen Voraussetzungen sich die Millionen-Investition rentiert.

Noch setzen Grewe, Geschäftsführer der „Kontur Bau Visio GmbH“, und Abbruchspezialist Otto auf die Mechanismen des Marktes. „Bislang war es immer so, dass die Module billiger wurden, wenn an der Solarförderung gekürzt wurde“, sagt Grewe. Dieser Effekt habe sich allerdings immer erst mit einer gewissen Verzögerung eingestellt. Auf welchem Preisniveau sich die Module dieses Mal einpendeln werden, sei derzeit noch nicht abzusehen. „Wenn der Bebauungsplan durch ist, werden wir gucken, was die Module kosten – und dann rechnen“, so Grewe. Vom Ergebnis dieser Rechnung hänge ab, ob sich die „Solarstadt des Nordens“ demnächst die Auszeichnung ans Revers heften kann, einen der größten Solarparks der Region in ihren Grenzen zu beheimaten.

Auf dem Deponiegelände rührt sich noch nichts und niemand für den „Solarpark Afferde/Hilligsfeld“.

Foto: Wal



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