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Architektenwettbewerb ist entschieden: Tiefergelegtes Spielfeld und Fassade aus Metallgewebe

So soll die neue Halle Nord aussehen

Hameln (fh). Kai Koch ist überzeugt von dem Sieger-Entwurf: „Ein Zeichen setzen“ würde das Gebäude, ist der Hannoveraner Architekt überzeugt. Von 10 Uhr am Morgen bis abends um 19.30 Uhr tagte gestern unter seinem Vorsitz das Preisgericht des Architektenwettbewerbs: Gesucht wurde ein Entwurf für die neue Sporthalle Nord. Am Ende stand ein einstimmiges Votum für das junge Büro raum3architekten aus Nürnberg.

veröffentlicht am 02.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 17:21 Uhr

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Ihr Vorschlag: ein modernes Gebäude mit versetztem Satteldach. Mit attraktivem Foyer für die Zuschauer, geöffnet zum Vorplatz. Ein architektonischer Clou: Der Fassade soll ein feines Metallgewebe vorgehängt werden, das nicht nur elegant und modern aussehen, sondern auch den Innenraum vor zu viel Sonneneinfall durch die Fenster schützen soll. Diese Idee, die Gliederung des Gebäudes und vor allem auch die Anbindung an Sportplatz und Pestalozzischule hätten die Jury überzeugt, erklärt der Jury-Vorsitzende Koch. Die wichtigsten Eckdaten waren den Architekten vorgegeben: drei Spielfelder, 199 Zuschauerplätze

Im Vergleich zur alten Halle haben die Nürnberger Architekten das Spielfeld um 90 Grad gedreht und – wie auch in den übrigen gestern ausgezeichneten Entwürfen – tiefergelegt: Handball und Co. werden künftig drei Meter unter dem Bondenniveau gespielt. Generell habe das beispielsweise energetische Vorteile, aber auch praktische Nachteile, erklärt Koch. Zum Beispiel bei der Frage von barrierefreien Zugängen. Probleme, die die Sieger in den Augen der Jury offenbar zufriedenstellend gelöst haben.

19 Entwürfe wurden gestern unter die Lupe ausführlich genommen. Stimmberechtigt war letztlich eine siebenköpfige Jury, bestehend aus Koch und drei weiteren auswärtigen Architekten. Hinzu kamen Voker Mohr, Leiter des städtischen Fachbereichs Planen und Bauen, sowie zwei Vertreter aus der Politik: die Ratsherren Thorsten Sander (CDU) und Herbert Rohde (SPD). So waren die zwei größten Fraktionen vertreten, Vertreter der übrigen diskutierten als „Stellvertreter“ mit, wie Mohr erklärte.

Der Sieger wird nun ein Preisgeld von 7900 Euro kassieren, je 4500 Euro gehen an zwei drittplatzierte Architektenbüros aus Düsseldorf und Kassel. 2000 Euro gehen als „Anerkennung“ an eine junge Architektin in Berlin.

Dies waren gestern indes die einzigen Summen, über die sich bereits Konkretes sagen ließ: Denn was der siegreiche Beitrag am Ende genau kosten wird, lässt sich erst nach einer weiteren Ausarbeitung des Entwurfs sagen. „Dann werden die verschiedenen Arbeiten ausgeschrieben, und der genaue Kostenrahmen wird errechnet“, sagt Mohr. Erst zu diesem Zeitpunkt kann die Stadt letztlich sagen, ob sich der Neubau in der bisher erwarteten Höhe von 4,46 Millionen Euro (inklusive der Kosten für den bereits erfolgten Abriss) bewegen wird. Das letzte Wort über den Neubau hat dann der Rat.

Zweifel daran, dass am Ende tatsächlich der Nürnberger Entwurf gebaut wird, will Mohr nach der langen Jurysitzung jedoch nicht zulassen: „Das wird so gebaut“, sagt er. Wenngleich auch Veränderungen im Detail natürlich noch denkbar seien.

Mehr zu den prämierten Entwürfen für die Halle Nord lesen Sie in unserer Montagsausgabe.

Der Sieger-Entwurf für die neue Sporthalle Nord im Modell vom Sportplatz aus gesehen.

Fotos: nls

Der Fassade solle ein feines Metallgeflecht vorgehängt werden, bestehend aus einem verzinkten Streckmetall.



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