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Redaktion schwärmt aus auf verschiedene Weihnachtsmärkte in Nord- und Ostdeutschland

So machen es die anderen

Hameln. Der Hamelner Weihnachtsmarkt gilt vor allem bei Besuchern als einer der schönsten in Niedersachsen. Doch wie machen es die anderen? Die Redaktion hat verschiedene andere Märkte besucht und eine willkürliche Auswahl dessen getroffen, was in Hameln als Vorbild dienen könnte – oder auch nicht.

veröffentlicht am 18.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 11:21 Uhr

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Göttingen fällt vor allem

dadurch auf, dass es kein tausendfaches Weihnachtsmarkt-Gedudel gibt – das gesellige Murmeln der Besucher macht den Soundtrack rund um Gänselieselbrunnen und Rathaus aus. Die Kulisse kann durchaus mit Hameln konkurrieren. Das Angebot ist wie eine kleine Weltreise: Schmuck aus Afrika und Thailand, Essen aus Vietnam und Wein aus Lateinamerika. Sogar für Vegetarier und Veganer hat der Markt einen eigenen Stand in petto – das stünde auch Hameln gut zu

Gesichte. Noch bis zum 29.

Dezember sind die Buden geöffnet (mit Ausnahme der

3 Bilder

Feiertage).

Lüneburg leistet sich gleich zwei Weihnachtsmärkte: Neben dem zentralen Angebot mitten im Herzen der Stadt, das dem des Hamelner Marktes sehr nahekommt, gibt es einen kleineren historischen Christmarkt rund um die Michaeliskirche. Einfache Stände, Händler und Handwerker in der Kleidung der Zeit preisen Waren an. Organisiert wird der Markt vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e.V., einer Bürgerinitiative, die das Michaelisviertel vor dem Abriss gerettet hat und die sich für die Erhaltung von Baudenkmälern einsetzt. Diesem Zweck kommen auch die Spendengelder der Marktbesucher und Händler zugute. Während der nostalgische Markt an einem einzigen Wochenende angeboten wird, (2. Adventswochenende), ist der Weihnachtsmarkt in der Stadt noch bis 23. Dezember geöffnet (Montag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr, Sonntag von 11 bis 20 Uhr).

Quedlinburg hat mit seiner Sonderveranstaltung „Advent in den Höfen“ eine ganz besondere Attraktion parallel zum Weihnachtsmarkt zu bieten, die Besucher aus nah und fern in die mittelalterliche Unesco-Welterbestadt am Harz lockt. An den ersten drei Adventswochenenden werden in jedem Jahr Innenstadthöfe geöffnet, die ansonsten verschlossen hinter dicken Mauern im Dornröschenschlaf liegen. An diesen Tagen jedoch sind sie festlich geschmückt und mit erlesenen, ansonsten auf Weihnachtsmärkten nicht alltäglichen Waren aus Künstlerhand gespickt. Der „Advent in den Höfen“ vermittelt eine ungewöhnliche Atmosphäre, die sich auch auf Hameln übertragen ließe, denn der eine oder andere Hof, der sich für ein solches Event eignet, ist auch in der Rattenfängerstadt vorhanden. Ganz besonders ist die Stimmung in Quedlinburg übrigens am Sonntagabend, wenn die Tagesbesucher schon wieder auf dem Heimweg sind.

Auch die historische Fachwerkstadt Wernigerode, knapp 30 Kilometer westlich von Quedlinburg gelegen, vermittelt mit ihrem Weihnachtsmarkt ein ganz besonderes Flair. Liebevoll dekorierte Schaufenster und geschmückte Altstadtgassen verleihen dem Spektakel rund um den altertümlichen Marktplatz eine ganz eigene und romantische Atmosphäre, die jährlich Hunderttausende von Besuchern anlockt und begeistert. Eine Besonderheit ist ein separater Weihnachtsmarkt eigens für Kinder, auf dem sich hinter einer Tannenbaum-Umzäunung kleine Buden, ein paar Karussells und Wagen befinden, in denen Märchen nachgestellt werden. Eine Idee, die zur Adventszeit auch den „Lütjen Markt“ hinter dem Hamelner Hochzeitshaus beleben könnte und auch hier eine weitere willkommene Attraktion darstellten würde.

Der Weihnachtsmarkt in Goslar ist für Besucher ein Fest für die Sinne. Herrlich ist das Gefühl, wenn man dort durch den aufgebauten Weihnachtswald schreitet. Auf dem Boden verstreute Holzhackschnitzel haben den Effekt eines weichen Waldbodens. Der Gang unter den rund 40 aufgestellten, beleuchteten Fichten kommt einem richtigen Waldspaziergang schon sehr nahe. Und es duftet köstlich in der Kaiserstadt. Nicht nur nach Bratwurst, auch nach Bratäpfeln, eigentlich eine weihnachtliche Köstlichkeit, die man auf dem Markt in Hameln nicht findet.

In Hamburg gibt es nicht den Weihnachtsmarkt, sondern gleich eine ganze Reihe – hier eine Auswahl: Besonders schön ist der historische Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt, veranstaltet von Roncalli unter dem Motto „Kunst statt Kommerz“. Jedes Jahr kommen fast drei Millionen Besucher; eine Zahl, von der die Mittelstadt Hameln nur träumen kann. Am Jungfernstieg hingegen locken weiße Pagodenzelte: Das Treiben mit Blick auf die Alster wird auch „Weißerzauber“ genannt, ist Hamburgs jüngster Weihnachtsmarkt und wirkt besonders edel. Aber hier brauchen Besucher auch besonders viel Bares. Und dann wäre da noch „Hamburgs geilster Weihnachtsmarkt“ auf St. Pauli, eine Mischung aus klassischem Ambiente und knisternder Erotik (teilweise nur ab 18 Jahren!). In Hameln bitte nicht nachmachen – sonst würde der Streit um die Vergabe der Plätze vielleicht noch eskalieren...

In Wernigerode werden für die Kinder Märchen dargestellt – eine Idee, die sich auch in Hameln umsetzen ließe?HW

Der Roncalli-Weihnachtsmarkt – einer von vielen in der Hansestadt – am Rathaus in Hamburg, der Weihnachtswald in Goslar, das beleuchtete Rathaus über dem Weihnachtsmarkt in Lüneburg.CK, fn, hen



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