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Hamelner Architekt präsentiert Idee für Brunnenplatz – Neugestaltung mit Erhalt der Bergahorne

So könnten die Bäume bleiben

Hameln. Das Thema erregt die Gemüter: In der Diskussion über die Bergahorne an der Bahnhofstraße, die aufgrund der Modernisierung des Brunnenplatzes weichen sollen, präsentiert der Hamelner Architekt und Stadtplaner Ralf Medeke nun einen Gegenvorschlag. Er hat Skizzen entworfen, die eine Neugestaltung des Platzes sowie den Erhalt der vier Bäume vorsehen.

veröffentlicht am 04.02.2016 um 18:44 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Medeke – selbst Mitglied bei den Grünen – hat einen Brief an Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) und die Fraktionsvorsitzenden geschrieben. Dem Schreiben hat der gebürtige Hamelner, der 40 Jahre in Hamburg gelebt hat und seit vergangenem Jahr zurück in der Heimat ist, mehrere Visualisierungen angehängt. Er zeigt verschiedene Varianten auf, wie der Platz modernisiert und gleichzeitig die Bäume erhalten bleiben könnten.

Seine Grundidee: Die Bäume sollen in Beeten eingefasst werden, die mit bodennahem Grün bepflanzt sind. Um die Bäume herum verlaufen Rundbänke, die den Aufbau einfrieden sollen. Der 62-Jährige erklärt seine Beweggründe: „Stadt bedeutet für mich aus fachlicher Sicht: moderne neben historischer Urbanität, verbunden mit Bäumen und Grün.“ Nur so könne sich der Mensch wohlfühlen. Durch Bäume würden die zumeist geraden, kühlen Linien der Gebäude gebrochen. Nicht zu vernachlässigen sei der Nutzen für das städtische Klima. „Bäume schlucken Staub und Umweltgifte“, erklärt Medeke.

Er betont, dass er weder den Planungen der Verwaltung vorgreifen noch sich aufspielen wolle. Man solle seine Ideen als Anregung verstanden wissen. Er verfolge auch keine kommerziellen Zwecke, sondern wolle lediglich seine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen für das Wohl der Stadt einsetzen. „Ich will eine breite Masse dafür gewinnen, sich für den Erhalt dieser und aller gesunden, stadtbildprägenden Bäume in der Stadt einzusetzen“, sagt Medeke.

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Bei der weiteren Planung hat sich der Architekt an dem ersten Entwurf der Stadt sowie der Gestaltung beim Sana-Klinikum orientiert. Auch die avisierte Außengastronomie ist Teil seines Entwurfs. „Es soll eine moderne Gestaltung sein, verbunden mit ökologischer Nachhaltigkeit“, sagt er.

Nicht nur Medeke ist der Erhalt der Bäume ein Anliegen. Auch Leserin Ursula Fleige-Eiseler findet es „empörend“, dass sie für eine Neugestaltung weichen sollen. „Die Bäume sind gesund, warum soll man sie absägen?“, fragt sie sich. „Im Sommer kann man gut unter den Bäumen im Schatten stehen, wenn man auf den Bus wartet“, sagt Fleige-Eiseler.

Dürfen die vier Bäume bleiben? Die Verwaltung will den Platz an der Bahnhofstraße modernisieren.Dana

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