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Tourismus in Deutschland boomt

So hat sich der Super-Sommer auf den Tourismus ausgewirkt

HAMELN. Hohe Temperaturen haben Hameln einen heißen Sommer beschert. Welche Auswirkungen hatte das auf den Tourismus? Für eine mit Zahlen untermauerte Bilanz sei es zu früh, meint Harald Wanger, Geschäftsführer der Hameln Marketing und Tourismus GmbH. Er hält aber fest: „Die Menschen stellen sich auf heiße Temperaturen ein.“

veröffentlicht am 11.09.2018 um 16:37 Uhr

Rattenfänger Michael Boyer führt Touristen durch Hameln. Foto: mo
Muschik, Moritz

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Eine erste Einschätzung zu den Auswirkungen des heißen Sommers auf den Tourismus in Hameln kann Harald Wanger, Geschäftsführer der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT), bereits geben.

Zahl der Touristen: „Bei 35 Grad im Schatten fehlen natürlich spontane Gäste, die den Garten zu Hause oder den Baggersee vorziehen“, sagt Wanger. Dann sinke auch die Besucherfrequenz in der Altstadt und im Handel. Konkrete Zahlen gibt es noch nicht. Aber die Besucherzahlen im Infocenter lagen nach Angaben von Wanger gleichauf mit dem letztjährigen Sommer. Dabei halte der Trend zu mehr ausländischen Gästen an. 2017 betrug die Zahl der Übernachtungen aus dem Ausland laut HMT-Geschäftsbericht rund 35.000.

Gastronomie: Klar ist, dass sonniges Wetter die Hamelner nach draußen lockt. Die Außengastronomie sei daher „zweifelsohne der Gewinner der Saison“, meint Wanger. Zur Außengastronomie zählen zum Beispiel Biergärten, Eiscafés oder die Beach Bar. „Anbieter leichter Küche lagen im Trend“, so Wanger. Darüber hinaus seien auch Indoor-Einrichtungen gut besucht gewesen – „zum Beispiel die Hamelner Glashütte“.

Schifffahrt: Bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad seien Nachmittags-Rundfahrten gemieden worden. „Dafür sorgten laue Abend- und Sonderfahrten für eine südländische Atmosphäre“, so Wanger.

Hotellerie: Die Zahl der Übernachtungen stieg vergangenes Jahr um gut 3 Prozent auf rund 207.000. Welche Auswirkungen hatte nun der heiße Sommer auf die Hotelauslastung? „Nach stichprobenartigen Anfragen war die Hotellerie mit der Belegung im Sommer gleichfalls zufrieden“, meint der Geschäftsführer.

Gästeführungen und Besuchsprogramme: Der Trend zu individuellen und kurzfristig buchbaren Angeboten hält bei den Gästeführungen laut Wanger an. Besuchsprogramme seien gemäß der Planung durchgeführt worden: „Es gab nur wenige hitzebedingte Stornierungen.“ Rattenfängerspiele und das Musical „Rats“ haben eine tropische Saison hinter sich. Über 30.000 Zuschauer habe es auch 2018 für das Musical vor die Bühne gezogen.

Feste: Wein- und Pflasterfest seien trotz unterschiedlicher Witterung sehr gut frequentiert gewesen. Das Weinfest lockte tausende Menschen in den Bürgergarten. Und bei der großen Open-Air-Party in der Innenstadt feierten rund 100.000 Besucher.

Wanger merkt an: „Kurzfristige Wettertrends gleichen sich im Tourismus über eine längere Betrachtungszeit immer aus.“ Entscheidend sei die längerfristige Performance. Und da habe Deutschland mit seinen Reisegebieten in diesem Sommer gepunktet. Tatsächlich bleibt der Deutschland-Tourismus auf Rekordkurs. Das Statistische Bundesamt teilte zuletzt mit, dass die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland im Juli diesen Jahres auf 56,2 Millionen stieg. Das ist ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch in Hameln stiegen die Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren. Sorgt der Super-Sommer für ein neues Rekordjahr?



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