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von Klaus Frye

„So etwas haben wir nicht“

veröffentlicht am 01.12.2014 um 10:42 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:30 Uhr

Im Mai 1988 stand ich zum ersten Mal vor den großen Schaufenstern eines HO-Kaufhauses. In Leipzig zog es mich sofort in die „Spowa-Abteilung“ (Sport und Wandern?). Und hier erlebte ich gleich einen derben sportlichen Rückschlag, als ich bei der jungen hübschen Verkäuferin ein Fußballtrikot von Lokomotive, von Dynamo Dresden oder
dem 1. FC Magdeburg kaufen wollte. „So etwas haben wir nicht“, teilte sie mir kurz und knapp mit.
 Als ich als Alternative nach einem im Schaufenster ausgestellten Trikot der DDR-Radsportgrößen fragte, brach für die Dame die Welt völlig zusammen. „Die können Sie doch nicht kaufen, die sind nur als Deko für die große Friedensfahrt im Schaufenster.“ (Die Tour de France des Ostens ging gerade in die entscheidende Phase.) Aha, so ist das also.
 Doch dann sah ich sie, gleich neben der Kasse: die kleinen, bunten Vereinsabzeichen einiger DDR-Klubs, die damals die Trikots der Vereine zierten. Meine große Chance! Empor Rostock, Lokomotive Halberstadt, Dynamo Halle-Neustadt, Traktor Großsteinberg, Aufbau Jena – das Logo mit der Maurerkelle – waren noch im Angebot. Ich nahm sie alle fünf und zahlte bar, 6 Mark, passend mit den legendären Aluchips …



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